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-o-malak-o-

unregistriert

21

Dienstag, 22. September 2009, 21:20

Re: Mein Abschied vom Himmel

allerdings! Oft sind es eher die Frauen die alte Traditionen fest halten oder?

Die Ehre der Familien liegt zwischen den Beinen der Frauen.....wie wahr und unfassbar echt!

Ach ich fand einiges am Anfang zum Schmunzeln, wie er über Deutschland und die Deutschen berichtet, aber er hat ja recht. Der Vergleich mit Karneval und Trauerfeier fand ich echt geil, hahaha! Ich bin noch nie für Karneval gewesen echt fand ich immer schon super ätzend! Ich konnte ihm da nur zustimmen hihi!

22

Dienstag, 22. September 2009, 21:43

Re: Mein Abschied vom Himmel

Zitat von »"-o-malak-o-"«

Zitat

allerdings! Oft sind es eher die Frauen die alte Traditionen fest halten oder?


Ja, leider. Habe es schon oft feststellen müssen.

Zitat


Die Ehre der Familien liegt zwischen den Beinen der Frauen.....wie wahr und unfassbar echt!


Ja, auch das war sehr treffend.

Zitat


Ach ich fand einiges am Anfang zum Schmunzeln, wie er über Deutschland und die Deutschen berichtet, aber er hat ja recht. Der Vergleich mit Karneval und Trauerfeier fand ich echt geil, hahaha! Ich bin noch nie für Karneval gewesen echt fand ich immer schon super ätzend! Ich konnte ihm da nur zustimmen hihi!


Ich musste oft grinsen, aber er hat recht und ich fand es auch sehr interssant, was er geschrieben hat zu den Landsleuten/Ausländern, die hier leben, aber immer am schimpfen sind - konnte ihm beipflichten. Da ich auch keinen Karneval mag, musste ich ihm auch dort zustimmen.

Da kommen noch interessante Sachen.

kasa250g

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23

Dienstag, 22. September 2009, 21:48

Re: Mein Abschied vom Himmel

Amira, kannst Du mir das Buch nicht mal borgen, wenn Dein Mann fertig damit ist?
Es gibts leider noch nicht als Taschenbuch

-o-malak-o-

unregistriert

24

Dienstag, 22. September 2009, 21:57

Re: Mein Abschied vom Himmel

na dann lese ich jetzt mal weiter, auf neuen Austausch morgen :A51:

25

Dienstag, 22. September 2009, 22:43

Re: Mein Abschied vom Himmel

Zitat von »"kasa250g"«

Amira, kannst Du mir das Buch nicht mal borgen, wenn Dein Mann fertig damit ist?
Es gibts leider noch nicht als Taschenbuch


Bist du ein schneller Leser? Bevor ich fliege muss ich es wieder haben.

Das Buch ist auch erst seit dem 03.09.09 im Handel

26

Donnerstag, 8. Oktober 2009, 22:06

Re: Mein Abschied vom Himmel

Zitat von »"Amira"«

Zitat von »"kasa250g"«

Amira, kannst Du mir das Buch nicht mal borgen, wenn Dein Mann fertig damit ist?
Es gibts leider noch nicht als Taschenbuch


Hallo Kasa, im Moment ist es bei Maria. Sie kann es aber dann zu dir schicken, falls du es noch lesen möchtest.

27

Donnerstag, 8. Oktober 2009, 22:07

Re: Mein Abschied vom Himmel

Er beendet sein Studium, arbeitet bei der Unesco in Genf. Heute forscht der frühere Antisemit am Institut für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität in München und schreibt an seiner Dissertation zu dem dem "Bild der Juden in ägyptischen Schulbüchern". Hamed Abdel-Samad schämt sich für den islamischen Judenhass, "ich glaube, wir sind den Juden vollkommen gleichgültig, wenn wir nicht gerade ihre Busse in die Luft jagen. Sie sind uns wichtig, weil sie uns mit unserer ewigen Scham konfrontieren, nicht vom Fleck zu kommen. Dafür hassen wir die Juden."

Er ist jetzt gerade einmal 37 Jahre alt und hat schon so viele Umwege hinter sich, was macht das mit einem Menschen? "Sartre sagt, die Hölle seien die anderen. Für mich liegt die Hölle in mir." Vom Glauben abgewendet hat er sich nicht. "Das muss ich nicht", antwortet er entschieden.

Bis heute kann er den Koran auswendig, findet, dass es "ein tolles Buch ist, mit einer sprachlichen Musikalität". Aber seine Sichtweise hat sich geändert. Es gebe durchaus kritische Stellen im Koran, vor allem was die Gleichberechtigung der Frauen anbelange. "Bitte sagen Sie jetzt nicht, dass die Suren Auslegungssache seien. Diese Tricks habe ich früher auch benutzt", sagt er ungefragt und lächelt. Wie er seinen Glauben beschreiben würde? "Ich bin ein Muslim, der vom Glauben zum Wissen konvertiert ist."

http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/…Hash=6c46659985

Maria

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28

Freitag, 9. Oktober 2009, 17:10

Re: Mein Abschied vom Himmel

Dieses Buch fasziniert mich total. Einige Zweifel decken sich im Gefühl auch mit meinen, was so Glaubensfragen oder westliche Einstellungen betrifft. In manchem kann ich mich und mein Umfeld wiedererkennen. Und vieles, was er aus Ägypten schreibt, habe ich so oder ähnlich auch schon von anderen erfahren. Bin noch nicht ganz durch, aber lange wird es nicht mehr dauern.........


LG Maria

kasa250g

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29

Freitag, 9. Oktober 2009, 20:17

Re: Mein Abschied vom Himmel

Hallo Amira,
da Du ja bald fliegst, schaffe ich es bis dahin bestimmz nicht zu lesen. Eigentlich bin ich ein schneller Leser, wenn ich die Zeit habe. Da ich aber in den nächtsen Wochen viel arbeiten muß, werde ich es bis dahin nicht schaffen.
Vielleicht leg ich es mir ja auch selber zu, aber danke erstmal :A43:

Maria

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30

Samstag, 10. Oktober 2009, 12:18

Re: Mein Abschied vom Himmel

habe das Buch gelesen, brauchte ganze 4 Tage dazu.
Dieses Buch halte ich wirklich für empfehlenswert. Nicht nur seine Beschreibung über das Leben in Ägypten, sondern auch seine Sichtweise, Deutschland, bzw das Leben in Deutschland beteffend, gefällt mir gut.

LG Maria

Binbaldda

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31

Donnerstag, 29. Oktober 2009, 00:17

Re: Mein Abschied vom Himmel

glg uli

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Beginne nie einen Streit, aber beende jeden...

„Toleranz sollte nur ein vorübergehender Zustand sein,
er muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“

Goethe

32

Donnerstag, 29. Oktober 2009, 13:25

Re: Mein Abschied vom Himmel

Zitat

Zitat

Hamed Abdel-Samads Biografie bündelt viele hässliche Wahrheiten über eine Gesellschaft, die den Islam als Feigenblatt für ihr menschenverachtendes System benutzt. Er kritisiert seine Heimat, weil sie "die Ehre der gesamten Familie direkt zwischen den Beinen der Frau platziert". Er erzählt von Augsburger Kommilitonen, die "typisch sind für viele Araber und Einwanderer aus der islamischen Welt": "Schimpfen über Deutschland, lassen aber keine Gelegenheiten aus, von hier zu profitieren, mit Stipendien und Zuschüssen für Bücher". Er beschreibt einem Imam in einer süddeutschen Moschee, der über die ungläubigen Deutschen schimpfte.


Doch bei dieser Kritik bleibt es nicht. Hamed Abdel-Samad geht noch weiter: Es ist die Unantastbarkeit der Religion selbst, die er in Frage stellt. "Sollte in der momentanen Situation das Schicksal der Welt in muslimischer Hand liegen, dann würden wir eine islamische Schlachtung von ungeahnter Dimension veranstalten", befürchtet er. Ob sein Buch ein Feldzug gegen den Islam sei? Nein, er wünscht sich einen aufgeklärten Islam, eine Religion, die sich der Vernunftkritik unterwirft, keine, die jegliche Hinterfragung als Kriegserklärung betrachtet.

Bis heute kann er den Koran auswendig, findet, dass es "ein tolles Buch ist, mit einer sprachlichen Musikalität". Aber seine Sichtweise hat sich geändert. Es gebe durchaus kritische Stellen im Koran, vor allem was die Gleichberechtigung der Frauen anbelange. "Bitte sagen Sie jetzt nicht, dass die Suren Auslegungssache seien. Diese Tricks habe ich früher auch benutzt", sagt er ungefragt und lächelt. Wie er seinen Glauben beschreiben würde? "Ich bin ein Muslim, der vom Glauben zum Wissen konvertiert ist." - "Manchmal kann man meine Beziehung zu meinem Glauben mit einem Muslim vergleichen, der Schweinefleisch isst, aber Wert darauf legt, dass das Schwein nach islamischen Vorschriften geschlachtet wurde."

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33

Sonntag, 20. Dezember 2009, 04:01

Re: Mein Abschied vom Himmel

Hamed Abdel-Samad ist ein zurückhaltender Mensch. Das äussert sich vor allem in seiner Stimme. Er spricht behutsam und leise. Man muss genau hinhören. Und man merkt, dass es sich lohnt. Denn seine Botschaft ist wie sein Blick: gerade und offen.

«Aus dem Leben eines Muslims in Deutschland», lautet der Untertitel seiner Biografie. Der Haupttitel ist sein Lebensprogramm: «Mein Abschied vom Himmel». Hamed Abdel-Samad hat sich als wacher und kritischer Geist von vielem getrennt, was anderen Muslimen noch heute heilig ist.Sein Vater war Imam, Prediger in einem Dorf unweit der Pyramiden von Giseh. Hamed setzte sich nach Kairo ab, wurde Marxist, dann Mitglied der fundamentalistischen Muslim­bruderschaft. Bevor er schliesslich, die Freiheit suchend, in Europa landete.

Er ist Historiker und Politikwissenschaftler geworden, vor allem aber eine wichtige Stimme in der Islamdebatte.

Seine Kritik am Islam ist scharf in der ­Sache, aber verbindlich im Ton. Behauptet noch jemand, es gebe keine kritischen, aufgeklärten Muslime? Hier ist einer – und was für einer! Abdel-Samad hält seinen Leuten den Spiegel vor. Er kritisiert das «chronische Beleidigtsein» der Muslime, ihre ewige Suche nach Sündenböcken, die Fixierung auf den Koran.

Integration definiert Abdel-Samad als Teilhabe an Bildung, Teilhabe an Wohlstand und Teilhabe an den Werten einer Gesellschaft.

Das Schweizer Ja zum Minarettverbot begrüsst er als Anstoss zu einer überfälligen Diskussion. Er mokiert sich über die muslimischen Länder, die jetzt die Schwächen der helvetischen Demokratie betonen, während sie doch selbst Diktaturen sind, wo die Menschenrechte jeden Tag mit Füssen getreten werden.

HamEd Abdel-Samad hat sich nicht vom Islam losgesagt. Doch er verlangt tief greifende Reformen. Und er findet Druck von aussen nützlich für den innerislamischen Streit. Fundamentalisten haben ihn bereits mit einer ­Fatwa, einem Bannfluch, belegt. Von Angst will er sich nicht lähmen lassen. Er will sie nutzen – als Antrieb für Veränderungen.

EIN MUTIGER DENKER!



http://www.blick.ch/news/schweiz/politik…m-himmel-136229
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34

Sonntag, 20. Dezember 2009, 18:05

Re: Mein Abschied vom Himmel

Zitat von »"Binbaldda"«



Seine Kritik am Islam ist scharf in der ­Sache, aber verbindlich im Ton. Behauptet noch jemand, es gebe keine kritischen, aufgeklärten Muslime? Hier ist einer – und was für einer! Abdel-Samad hält seinen Leuten den Spiegel vor. Er kritisiert das «chronische Beleidigtsein» der Muslime, ihre ewige Suche nach Sündenböcken, die Fixierung auf den Koran.


:gut: Da kann man nur zustimmen. Dieses Buch ist wirklich sehr gut und hat vieles bestätigt, was man ahnte, vieles erklärt, sodass man vieles besser verstehen kann.

Integration definiert Abdel-Samad als Teilhabe an Bildung, Teilhabe an Wohlstand und Teilhabe an den Werten einer Gesellschaft.

Zitat

Das Schweizer Ja zum Minarettverbot begrüsst er als Anstoss zu einer überfälligen Diskussion. Er mokiert sich über die muslimischen Länder, die jetzt die Schwächen der helvetischen Demokratie betonen, während sie doch selbst Diktaturen sind, wo die Menschenrechte jeden Tag mit Füssen getreten werden.


Ein wirklich guter Denker -

Zitat

HamEd Abdel-Samad hat sich nicht vom Islam losgesagt. Doch er verlangt tief greifende Reformen. Und er findet Druck von aussen nützlich für den innerislamischen Streit. Fundamentalisten haben ihn bereits mit einer ­Fatwa, einem Bannfluch, belegt. Von Angst will er sich nicht lähmen lassen. Er will sie nutzen – als Antrieb für Veränderungen.


Ich war und bin vom Buch begeistert und von ihm als Autoren und seiner Denkweise ebenso.
Mehr von seiner Art würde dem Islam gut tun.

EIN MUTIGER DENKER!

35

Samstag, 26. Dezember 2009, 17:28

Re: Mein Abschied vom Himmel

Ich habe das Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen und habe es heute schon fertig.

Ich bin sehr beeindruckt von diesem Buch, was dieser Mensch erleiden musste, und über die Wahrheit, die Doppelmoral, als auch die Krankheiten verschiedener Gesellschaften...



Pressestimmen dazu:
Pressestimmen
Eines der spannendsten Bücher dieses Jahres Neues Deutschland (Neues Deutschland)

Ist ein Leben unter Polizeischutz der Preis dafür, dass man die Wahrheit sagt? (SWR 1, Leute heute)

http://www.amazon.de/gp/product/37716441…&pf_rd_i=301128

Binbaldda

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36

Dienstag, 5. Januar 2010, 01:00

Re: Mein Abschied vom Himmel

Nach dem erfolglosen Klimagipfel in Kopenhagen will die dänische Hafenstadt nicht zur Ruhe kommen. Am Heiligabend waren 760 Wohnungen von Einbrechern verwüstet und ausgeraubt worden. Meine war eine davon. Aber das betrübte die lockere Stimmung kaum. Skaet er skaet, passiert ist passiert, kommentierte mein dänischer Nachbar, der auch beraubt wurde, die Ereignisse gelassen. Doch pünktlich zum neuen Jahr wurde die Stadt durch das vereitelte Attentat auf den 74-jährigen Karikaturisten Kurt Westergaard erschüttert. Mehr als vier Jahre nach den umstrittenen Mohammed-Karikaturen wollte ein 28-jähriger Somali mit Axt und Messer Rache üben.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/komme…;art141,2992562
glg uli

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37

Dienstag, 5. Januar 2010, 15:21

Re: Mein Abschied vom Himmel

Liebe Uli,

dieser Artikel von Hamed Abdel-Samad sollte eigentlich, statt hier unter Buchbesprechungen zu verkümmern, in den Thread Feindbild Islam aufgenommen werden !

Wenn ein aufgeklärter Muslim, wie Abdel-Samad Dinge sagt, wie

Zitat

Egal ob in Kairo, Karatschi, Lagos, Jakarta, Berlin oder Kopenhagen: Der radikale Islam ist auf dem Vormarsch. Es geht nicht um das, was im Koran steht, sondern um die Haltung der meisten Muslime zu diesem Buch als dem letzten Wort Gottes und als ein Orakel, das man zu allem befragt. Alkohol ist nicht von Natur aus böse, er steigert nur die Stimmung, die bereits vorhanden ist, macht die Passiven passiver und die Aggressiven aggressiver. Und die Stimmung in der islamischen Welt scheint gegenwärtig mies zu sein. Diese islamische Welt ist aber nicht mehr die ferne exotische Welt hinter dem Meer. Sondern Muslime leben hier in Europa, haben Ansprüche und wollen sichtbarer werden. All das ist in Ordnung, aber zu welchen Konditionen?


oder

Zitat

Wie will Europa mit Menschen zusammenleben, die nicht dabei waren, als die Europäer die Regeln des Zusammenlebens festgelegt haben, und sich nicht verpflichtet fühlen, diese mitzutragen? Sagen wir skaet er skaet? Wird erneut die Rede von Einzeltätern sein, die den Islam entführt haben? Diskutieren wir weiter über die Heterogenität des Islam, bis die Debatte, wie immer, im Sand verläuft? Oder wird man endlich mit Muslimen über die Regeln des Zusammenlebens deutlicher und mutiger verhandeln müssen? Für mich hat nur ein „Islam Light“ in Europa eine Zukunft: Islam ohne Scharia, ohne Dschihad, ohne Geschlechter-Apartheid, ohne Missionierung und ohne Anspruchsmentalität.


Zitat

Ich dagegen interpretiere Böckenfördes These so, dass jede Demokratie nicht nur von den Gesetzen, sondern auch von der Geisteshaltung der Menschen lebt, die diese Gesetze hervorgebracht haben. Viele zugewanderte Muslime in Europa befinden sich außerhalb dieses Konsenses, da sie die europäischen Erfahrungen, die diese Geisteshaltung zustande brachten, nie teilten. Sie halten ihre eigene Geisteshaltung für höher und moralischer. Auch darüber muss verhandelt werden.


dann ist das eine Antwort auf Sokolowsky aus berufenerem Munde.

Binbaldda

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38

Mittwoch, 6. Januar 2010, 03:56

Re: Mein Abschied vom Himmel

Liebe Anubis,

ich weiss nicht, ob und wie intensiv du Sokolowskys Buch "Feindbild Moslem" gelesen hast. Ich habe bisher nur die 18 Seiten Leseprobe gelesen.¨

Hamed Abdel Samad hält eine - nennen wir's mal - Reform des Islams für unabdingbar und dringend notwendig.

Sokolowsky schreibt ausdrücklich, dass er sich das nicht zum Thema seines Buches gemacht hat, dass aber sicher Islamkritik oder -reform notwenig sei. Sein Buch richtet sich ausschliesslich gegen den - verzeih mir die ekelhafte Wortkreation - rassistischen Antimoslemismus - der von bestimmten Journalisten und Autoren bewusst - möglicherweise weil es nur um Sensationslüsternheit und Auflagenzahlen geht - auch noch skrupellos geschürt wird.
glg uli

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39

Donnerstag, 28. Januar 2010, 16:54

Re: Mein Abschied vom Himmel

Zitat

"Das ständige Beleidigtsein ist unsere Schweinegrippe"
Früher Antisemit, Gewaltopfer und Islamkritiker: Gemeinsam mit Henryk M. Broder tourt Hamed Abdel-Samad demnächst für die ARD durch die Republik. Ein Porträt



Zitat

Denn der Ägypter soll mit Henryk M. Broder, dem wohl streitlustigsten Publizisten Deutschlands, im Stil eines Roadmovies durch die Republik reisen. Entweder Broder – Die Deutschland-Safari soll voraussichtlich im November starten. Geplant sind zunächst einmal fünf Folgen, die sonntagabends ausgestrahlt werden sollen. Der ruhige Islamwissenschaftler und der polternde Kritiker, der frühere Antisemit gemeinsam mit dem Juden, dessen Eltern beide KZ-Überlebende sind, in einer Sendung, kann das gut gehen?


Zitat

Nein, er wünscht sich einen aufgeklärten Islam, keine Religion, die jegliche Hinterfragung als Kriegserklärung betrachtet. "Wer Muslime ernst nimmt, muss Islamkritik üben und sie nicht wie Menschen mit Mobilitätsstörungen behandeln", sagt Hamed Abdel-Samad und schiebt hinterher: "Das ständige Beleidigtsein ist unsere Schweinegrippe, wir überlegen jeden Tag, wer und was uns wieder gekränkt hat."


http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgesc…ik-samad?page=1

Phoenix

unregistriert

40

Donnerstag, 28. Januar 2010, 18:57

Re: Mein Abschied vom Himmel

Da kann man sich ja jetzt schon auf den November freuen, liebe Anubis, die Kombination Broder/Abdel Samad ist m.E. mehr als vielversprechend.....es wird spannend werden! Vergiß ja nicht, uns zu gegebener Zeit die genauen Sendetermine mitzuteilen, damit wir das auf keine Fall verpassen!!!

LG

Phoenix

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