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Montag, 27. Juli 2009, 13:52

Mein Abschied vom Himmel

Kurzbeschreibung

Zitat

Mein Abschied vom Himmel ist die bittere Geschichte eines hochbegabten, während seiner Kindheit missbrauchten muslimischen Mannes. In Ägypten, Japan und Deutschland erhofft sich Hamed Abdel-Samad eine Erklärung für die Gewalt, der er ausgeliefert war und die lange ein Teil seiner Existenz war. Er sucht Orientierung bei ägyptischen Marxisten, fundamentalistischen Muslimbrüdern, Buddhisten und unter dem Druck seiner seelischen Wunden Zuflucht in psychiatrischer Behandlung. In seinem aufsehenerregenden Buch hält Hamed Abdel-Samad Orient und Okzident gleichermaßen den Spiegel vor und zeigt am Beispiel seines eigenen Lebens Spannungen, Konflikte und Möglichkeiten, die in jeder dieser Kulturen existieren. Heute lebt Hamed Abdel-Samad in München und unterrichtet am Lehrstuhl für jüdische Geschichte und Kultur.


http://www.amazon.de/Mein-Abschied-vom-H…e/dp/3771644194

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Maria« (28. März 2010, 09:12)


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Mittwoch, 9. September 2009, 01:43

Mein Abschied vom Himmel

Ich habe dieses Buch heute bekommen und die Ersten Seiten gelesen und mein Kopf nickte immer nur - es ist ein tolles ehrliches Buch - Hamed Abdel-Samad steht hier unter Polizeischutz weil eine Fatwa gegen ihn ausgesprochen wurde. Er ist ein Muslim und bleibt es - aber er will verstehen und setzt sich mit vielen Dingen auseinander

Erster Muslim schreibt über Missbrauch - "Ich bin zum Wissen konvertiert"

Als Kind wurde Hamed Abdel-Samad vergewaltigt. Jetzt hat er ein Buch geschrieben - über Lebenslügen im Namen des Glaubens. Einblick in eine schizophrene Welt. VON CIGDEM AKYOL

Er erinnert sich gut, wie es war, als er in Frankfurt erstmals Deutschland betrat: "Ich roch Blütenpollen, Alkohol und Schweiß, stark aufgetragene, seelenlose Parfüms. Ich stand vor dem Beamten und bildete mir ein, dass er zögerte, den Eintrittsstempel in meinen Pass zu drücken. Ich las in seinen Augen: Aha, noch ein Kamelflüsterer, der von unserem Wohlstand profitieren will." Das war 1995 und plötzlich bestand das Leben des Ägypters Hamed Abdel-Samad aus lauter Möglichkeiten.

Kurze Zeit später heiratete der 23-Jährige eine 18 Jahre ältere "rebellische linke Lehrerin mit Hang zur Mystik". Nicht aus Liebe, "sie hatte die Lohnsteuerklasse drei und ich den deutschen Pass vor Augen". Er begann mit einem Politikstudium in Augsburg, und etwas hielt Einzug in seinen Alltag, das er anfangs unterschätzte: die Orientierungslosigkeit. "War ich mit mir unzufrieden, hielt ich die Deutschen für schreckliche Rassisten. In guten Zeiten waren sie harmlose Friedenstauben." Er war nicht vorbereitet auf die Freiheit, "allein der Anblick von Schweinefleisch in der Mensa machte mich wütend. Manchmal habe ich junge Muslime vor Alkohol und Unzucht gewarnt und machte beides selber noch am selben Tag."

Für seinen Zwiespalt hat er gute Gründe: seine eigene Lebensgeschichte. Hamed Abdel-Samad, 1972 als drittes von fünf Kindern nahe Gizeh geboren, Sohn eines sunnitischen Imams, wurde als Vierjähriger von einem 15-Jährigen vergewaltigt, "vor Angst gelähmt rezitierte ich damals aus dem Koran". Mit elf wurde er wieder missbraucht, diesmal von fünf Jugendlichen auf einem Friedhof. Da gebe es noch eine Szene aus seiner Kindheit, an die müsse er immer wieder denken: Seine Mutter kniete vor dem Vater, schützte nur ihr Gesicht und ließ sich von ihm mit Füßen und Händen schlagen. Sie unterdrückte ihre Schreie, um nicht zu provozieren; nachdem er genug hatte, stand sie wortlos auf. Hamed Abdel-Samad war fromm und bildungshungrig, ein "überzeugter Antisemit", dann der Aufbruch nach Deutschland, Ausbruch, Zusammenbruch: ein turbulentes Leben, das er nun in einem mitreißenden Buch bilanziert.* Er gewährt einen intensiven Einblick in die schizophrene Welt einer unaufgeklärten Gesellschaft.

Der Ägypter hat ein weiches Gesicht. Es gibt darin keine Kanten, keine Ecken. Dieses Gesicht lässt ihn sanft wirken, sein Händedruck ist so leicht, als hätte er gar keine Knochen. Hamed Abdel-Samad spricht in einem ruhigen, präzisen Ton, mit langen Pausen zwischen den Sätzen, die das Gesagte nachklingen lassen und ein bisschen bedeutender machen. Er will objektiv wirken bei seiner subjektiven Schilderung und wirkt dabei wie eine Mischung aus großem Jungen, Jetsetter und Hochbegabtem. Erst wenn er aufsteht, sieht man, was das Leben mit ihm angerichtet hat: seine Körperhaltung ist sehr geduckt.

Hamed Abdel-Samads Biografie bündelt viele hässliche Wahrheiten über eine Gesellschaft, die den Islam als Feigenblatt für ihr menschenverachtendes System benutzt. Er kritisiert seine Heimat, weil sie "die Ehre der gesamten Familie direkt zwischen den Beinen der Frau platziert". Er erzählt von Augsburger Kommilitonen, die "typisch sind für viele Araber und Einwanderer aus der islamischen Welt": "Schimpfen über Deutschland, lassen aber keine Gelegenheiten aus, von hier zu profitieren, mit Stipendien und Zuschüssen für Bücher". Er beschreibt einem Imam in einer süddeutschen Moschee, der über die ungläubigen Deutschen schimpfte.

Doch bei dieser Kritik bleibt es nicht. Hamed Abdel-Samad geht noch weiter: Es ist die Unantastbarkeit der Religion selbst, die er in Frage stellt. "Sollte in der momentanen Situation das Schicksal der Welt in muslimischer Hand liegen, dann würden wir eine islamische Schlachtung von ungeahnter Dimension veranstalten", befürchtet er. Ob sein Buch ein Feldzug gegen den Islam sei? Nein, er wünscht sich einen aufgeklärten Islam, eine Religion, die sich der Vernunftkritik unterwirft, keine, die jegliche Hinterfragung als Kriegserklärung betrachtet.

In Deutschland begann Hamed Abdel-Samad ein anderes Ich zu suchen. An der neuen Freiheit ist er gründlich gescheitert. Der Mann lebte zerrissen zwischen bedingungslosem Lebenswillen und Resignation, zwischen der Liebe für seine Heimaterde und schäumender Wut auf jene, die diese mit Verderben tränken. In Kairo war er für kurze Zeit Mitglied der Marxisten, später der Muslimbrüder, einer in Ägypten verbotenen Vereinigung von Fundamentalisten, deren Lehren die Islamisten in der ganzen Welt inspirieren. Warum er da mitmischte? "Das Motto "Islam huwall", der Islam ist die Lösung, gab mir eine klare Orientierung. Und Parolen wie ,Der Islam braucht Männer, die niemanden außer Allah fürchten', vermittelten mir das Gefühl, erwachsen geworden zu sein." In Augsburg schloss er sich religiösen muslimischen Studenten aus England an, "und ohne es zu merken, wurde ich zum Missionar. Aber damals hätte ich mich jeder Gruppe angeschlossen, ob sie Zeugen Jehovas oder Scientologen gewesen wären. Ich brauchte eine Gemeinschaft, um Entwurzelung, Enttäuschung und Ratlosigkeit zu verdrängen." Aber die Ablenkung und Zeit haben gar nichts geheilt. Im Gegenteil, sie wurden zu seinen Feinden.

Was auf den Ägypter niederging, war nicht nur der Zorn auf sich selbst, Hamed Abdel-Samad muss bezahlen für ein von Vergewaltigern zerstörtes Leben, seine Leidensfähigkeit war nun endgültig erschöpft. Er litt an Amnesie, Bandscheibenvorfall und Magenblutungen, hörte Stimmen und hatte Halluzinationen, trug "unerträgliche Schmerzen im Herzen" und musste schließlich in die Psychiatrie. Hier biss er in ein Wasserglas, verschluckte die Scherben und wollte sich mit einem Telefonkabel erhängen. Irgendwann habe er verstanden, wenn er sich nicht bald von der Schleppe seiner Vorurteile befreie, von simplen Schwarzweißmalereien, könne er seine Zukunft vergessen. Gesund werden im Rausch der Religion mit Nähe zu radikalen Gruppen, das funktionierte nicht. "Manchmal wünschte ich mir, mein Gehirn aus der Nase herausziehen zu können, wie es die alten Ägypter beim Mumifizierungsritual taten, um es danach aus dem Fenster werfen und endgültig von den quälenden Gedanken befreit zu sein."

Langsam verändert sich seine Haltung. Nach seiner Entlassung geht er nach Japan, "meine nächste Flucht", und lernt dort seine große Liebe und jetzige Ehefrau kennen: Connie, eine langhaarige Schönheit, deren Mutter Japanerin und der Vater Däne ist. Er beendet sein Studium, arbeitet bei der Unesco in Genf. Heute forscht der frühere Antisemit am Institut für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität in München und schreibt an seiner Dissertation zu dem dem "Bild der Juden in ägyptischen Schulbüchern". Hamed Abdel-Samad schämt sich für den islamischen Judenhass, "ich glaube, wir sind den Juden vollkommen gleichgültig, wenn wir nicht gerade ihre Busse in die Luft jagen. Sie sind uns wichtig, weil sie uns mit unserer ewigen Scham konfrontieren, nicht vom Fleck zu kommen. Dafür hassen wir die Juden."

Er ist jetzt gerade einmal 37 Jahre alt und hat schon so viele Umwege hinter sich, was macht das mit einem Menschen? "Sartre sagt, die Hölle seien die anderen. Für mich liegt die Hölle in mir." Vom Glauben abgewendet hat er sich nicht. "Das muss ich nicht", antwortet er entschieden.

Bis heute kann er den Koran auswendig, findet, dass es "ein tolles Buch ist, mit einer sprachlichen Musikalität". Aber seine Sichtweise hat sich geändert. Es gebe durchaus kritische Stellen im Koran, vor allem was die Gleichberechtigung der Frauen anbelange. "Bitte sagen Sie jetzt nicht, dass die Suren Auslegungssache seien. Diese Tricks habe ich früher auch benutzt", sagt er ungefragt und lächelt. Wie er seinen Glauben beschreiben würde? "Ich bin ein Muslim, der vom Glauben zum Wissen konvertiert ist." - "Manchmal kann man meine Beziehung zu meinem Glauben mit einem Muslim vergleichen, der Schweinefleisch isst, aber Wert darauf legt, dass das Schwein nach islamischen Vorschriften geschlachtet wurde."

Und jetzt das Buch, geschrieben in der Psychiatrie: Was verspricht er sich von dieser Offenlegung? Anteilnahme? Antworten? Gar inneren Frieden? "Dieses Buch ist weder eine Abrechnung mit meiner Kultur noch ein Aufruf zum Glaubensverlust. Ich will lediglich die Widersprüche meines Lebens verstehen."

Damit hat er hat etwas gestartet, was sich nicht mehr aufhalten lässt. Um nicht als Nestbeschmutzer beschimpft zu werden, veröffentlichte er sein Buch als Erstes in Ägypten und es wurde in Fernsehsendungen besprochen und in allen wichtigen Zeitungen. Ein muslimischer Mann, der von Missbrauch schreibt, der den Islam und das Regime kritisiert, das gab es noch nicht. Eine fundamentalistische Gruppe sprach eine Fatwa gegen Hamed Abdel-Samad aus, er erhielt Drohungen, brauchte Polizeischutz. In seinem Heimatdorf wollten Bewohner das Buch verbrennen. Daraufhin stieg zum ersten Mal nach zwölf Jahren sein Vater auf die Kanzel in der Moschee, um die Freitagspredigt zu halten. Es ist verboten im Islam, die Predigt für persönliche Zwecke zu benutzen, aber das Buch war keine private Angelegenheit. "Wir sollten uns ärgern, weil das, was Hamed geschrieben hat, tatsächlich überall geschieht, und nicht, weil er es geschildert hat", verteidigte er seinen Sohn.

*Hamed Abdel-Samad: "Mein Abschied vom Himmel", Fackelträger Verlag, Köln, 19,95 Euro

Quelle (<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/ich-bin-zum-wissen-konvertiert/">http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/ ... nvertiert/</a><!-- m -->)

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3

Mittwoch, 9. September 2009, 08:28

Re: Mein Abschied vom Himmel

Hört sich :A51: an,werde mal gleich bei Weltbild schauen ob sie es haben.
:A43: @Amira
Eine Reise ist ein Trunk aus der Quelle des Lebens
Christian Friedrich Hebbel

4

Mittwoch, 16. September 2009, 17:12

Re: Mein Abschied vom Himmel

Gallo baron,

hier einmal für dich http://www.youtube.com/watch?v=GzM6BBfMVDU vielleicht knnst du uns ja mal übersetzen, um was es dort geht.

Danke

5

Freitag, 18. September 2009, 23:25

Re: Mein Abschied vom Himmel

Dieses Buch ist weder eine Abrechnung mit meiner Kultur noch ein Aufruf zum Glaubensverlust.
Mein Anliegen ist es lediglich, die Widersprüche in meinem Leben zu verstehen "Abschied vom Himmel" ist ein Abschied von meinem Gottesbild, das ich ablehne:ein erhabener, wütender Gott, der nicht nach seinem Handeln gefragt werden darf und dennoch Menschen für ihre Fehltritte bestragt. Ein Patriarch, der nur diktiert, aber nie verhandelt, und die Menschen bis in die intimsten Lebenssituationen mit Geboten und Verboten verfolgt. Dieses Bild erweckte viele Götter in der islamischen Welt, die sich auf den Allmächtigen beziehen und und ihn nachahmen: Machthaber, Polizisten, Generäle, Islamisten, Lehrer, Väter, die ohne Fehl und Tadel scheinen und keine anderen Götter neben sich dulden.
Ich nahm Abschied von einem Glauben, der Andersdenkende und Andersgläubige schikaniert und die eigenen Anhänger in die Isolation treibt, so dass sie keine Antworten mehr auf das Weltgeschehen außer Wut und Verschwörungstheorien finden.
Ein Glauben, der die Kreativität hemmt und Menschen entweder passiv oder explosiv macht.
Vor 13 Jahren verließ ich Ägypten mit der Hoffnung, in Freiheit leben zu können. Nun bin ich mitten in Europa auf Polizeischutz angewiesen, weil ich von meinem Recht auf freie Meinung Gebrauch mache. Dennoch sehe ich keinen Anlass zu übertriebener Angst noch dazu den Märtyrer zu spielen. Ich bin lediglich Teil eines Konfliktes, der mit mit der Veröffentlichung dieses Buches nicht beginnt und damit nicht enden wird: ein Konflikt zwischen Abolitismus und Ambivalenz; Dogmen und Vernunft: Monokultur und Vielfalt. Dieser Konflikt beschränkt sich allerdings nicht auf den Islam.

Er hat arge Probleme mit der Sure 4, die es erlaubt, dass Männer ihre Frauen schlagen dürfen und er dieses zu oft erleben musste.
Er versteht nicht, warum Mädchen beschnitten werden, warum es so sehr viele Vergewaltigungen gibt und sie selbstverständlich verschwiegen werden, warum Mädchen, die vergewaltigt werden, ihren Peiniger auch noch zu heiraten müssen , damit die "Ehre" wieder hergestellt wird.

Dieses Buch liegt in Kairo der Al- A... vor zwecks Rechtsgutachten - es habe einige Leute aus seinmen Dorf eine Fatwa gefordert und außerdem fordern sie, die Bücher vor der Moscheee zu verbrennen. Hatten wird Bücherbrennung nicht auch schon einmal?

6

Samstag, 19. September 2009, 16:54

Re: Mein Abschied vom Himmel

Hat denn jemand das Buch gelesen?

Eigentlich müsste man dieses Buch lesen, um die Ägypter evtl. besser zu verstehen.

Man lernt dort auch, was Safanguri bedeutet

Übrigens, dieses Buch ist für einen Literaturpreis vorgeschlagen worden

-o-malak-o-

unregistriert

7

Sonntag, 20. September 2009, 14:25

Re: Mein Abschied vom Himmel

das Buch hört sich sehr interessant an. Wobei - jetzt so ins blaue raus ohne das Buch zu kennen.....es wird auf den Islam auch ein falsches Licht werfen. Weil sich viele einfach nicht bewusst sind, was davon ist Tradition und was ist Islam.

Jede Sure die Offenbart wurde, hat ja eine Grundlage, ein Ereignis was vorausgegangen ist. Dieses Ereignis muss man kennen um zu verstehen wie eine Sure gemeint ist. Selbst viele geborene Muslime kennen sich dahingehend nicht aus. Sie lernen von kleine auf eigentlich eher Traditionen, die Menschen "eingeführt haben" in die Gesellschaft und beziehen sich dann auf Koransuren oder Hadithe, die aber zum Teil wirklich andere Grundlagen haben, wüsste man die, würde zwar nicht weniger geschlagen - aber zumindest würde das die Schärfe ein bisschen herausnehmen und würde doch anders verstanden werden....

Es gibt in jeder Gesellschaft und Religion Menschen, die "aus der Reihe tanzen". Hier werden auch Kinder vergewaltigt und misshandelt und das nicht zu knapp! Unsere Frauenhäuser hier sind voll von gewaltätigen Ehemännern, auch nicht zu knapp - und das sind meistens Deutsche....

Das das Buch für Wirbel sorgt, kann ich mir vorstellen. Im Christentum darf man ja auch nichts gegen manche Dinge sagen, gern wird dann auch totgeschwiegen oder "verschachtert"......weil es immer Menschen gibt, die andere Dinge oder Menschen für ihre Zwecke nutzen.

Wenn der Autor niemanden persönlich angreift, darf er doch sagen was er möchte? Ja Meinungsfreiheit ist wichtig! Viel wichtiger ist doch das der Mensch nicht blind alles frisst und glaubt was er vorgesetzt bekommt - da sehe ich das eigentliche Problem.


Amira hast du das schon gelesen komplett?

8

Sonntag, 20. September 2009, 14:53

Re: Mein Abschied vom Himmel

Zitat von »"-o-malak-o-"«


das Buch hört sich sehr interessant an.


Es hört sich nicht nur so an, es ist auch so.

Zitat

Jede Sure die Offenbart wurde, hat ja eine Grundlage, ein Ereignis was vorausgegangen ist. Dieses Ereignis muss man kennen um zu verstehen wie eine Sure gemeint ist. Selbst viele geborene Muslime kennen sich dahingehend nicht aus. Sie lernen von kleine auf eigentlich eher Traditionen, die Menschen "eingeführt haben" in die Gesellschaft und beziehen sich dann auf Koransuren oder Hadithe, die aber zum Teil wirklich andere Grundlagen haben, wüsste man die, würde zwar nicht weniger geschlagen - aber zumindest würde das die Schärfe ein bisschen herausnehmen und würde doch anders verstanden werden....


Es geht hier nicht um die Suren, sondern nur um die Sure 4

Zitat


Es gibt in jeder Gesellschaft und Religion Menschen, die "aus der Reihe tanzen". Hier werden auch Kinder vergewaltigt und misshandelt und das nicht zu knapp! Unsere Frauenhäuser hier sind voll von gewaltätigen Ehemännern, auch nicht zu knapp - und das sind meistens Deutsche....


Ich verstehe es nie, warum man, wenn es um den Islam geht, man immer wieder dann auf den Westen zu sprechen kommt und "ablenkt" . Hauptsache es geht dann nicht mehr um den Islam?
Wie es hier aussieht, wissen wir auch.
Hie gibt es Frauenhäuser, traurig genug, aber hier können die Frauen sich auch dort aufhalten. Welche Ägypterin traut sich das denn? Welche rechnet sich da nur 1 Chance aus und m. Wissens gibt es auch nur 1 "Frauenhaus" in Kairo.
Klar werden auch hier Kinder, Frauen und sicher auch Jungen vergewaltigt - aber nicht ungestraft.
In Ägypten wird es unter den Teppich gekehrt nach dem Motto "was nicht sein darf, gibt es nicht"

Außerdem geht es hier jetzt um das Buch. Aber du kannst gerne einen eigenen Thread eröffnen-

Zitat

Das das Buch für Wirbel sorgt, kann ich mir vorstellen. Im Christentum darf man ja auch nichts gegen manche Dinge sagen, gern wird dann auch totgeschwiegen oder "verschachtert"......weil es immer Menschen gibt, die andere Dinge oder Menschen für ihre Zwecke nutzen.


Im Christentum kannst du schon UNGESTRAFT was darüber sagen. Im Islam aber eben nicht und wo wird denn nichts totgeschwiegen?

Zitat

Wenn der Autor niemanden persönlich angreift, darf er doch sagen was er möchte? Ja Meinungsfreiheit ist wichtig! Viel wichtiger ist doch das der Mensch nicht blind alles frisst und glaubt was er vorgesetzt bekommt - da sehe ich das eigentliche Problem.


Hier stimme ich dir zu 100% zu


Zitat

Amira hast du das schon gelesen komplett?


o-malak-o,

ja, ich habe das Buch komplett gelesen und finde es sehr gut. Der Autor schreibt sehr ehrlich, er ist ein überzeugter Moslem - was auch immer wieder zum Ausdruck kommt. Er liebt sein Ägypten, darum hat er sein Buch auch erst dort vorgestellt. Da es kritisch geschrieben ist, musste er einiges ändern - zum Beispiel das Thema Militär wurde gekürzt und der Titel des Buches wurde geändert- alles damit der Verleger aus Ägypten keine Schwierigkeiten bekommt.

Ich weiss jatzt auch nicht, warum du so auf die einzelenen Suren eingehen möchtest. Er schreibt nur von der Sure 4, weil der damit - m. E. zu recht - Schwierigkeiten hat - denn hier wird dem Mann erlaubt seine Frau schlagen zu dürfen. Er hat mitbekommen, wie sein Vater ein Iman, seine Mutter geschlagen hat immer und immer wieder. Sie musste vor ihm knien, nur das Gesicht geschützt und ohne einen Laut von sich zu geben, um den Mann nicht noch mehr zu reizen, damit kommt er nicht klar - bis heute nicht.

Er schreibt, das er als Kind vergewaltigt wurde, mit 4 Jahren zum 1. Mal und er ist nicht der Einzige im Land- Er hat die Möglichkeit, es in diesem Buch zu verarbeiten - viele Andere in Ägypten aber nicht.
Durch sein Buch, kann man vieles besser verstehen und man lernt, wieso und warum manche sich hier in Deutschland so verhalten, was sie denken, warum sie so handeln usw.

Er ist kein Nestbeschmutzer, sondern endlich mal ein ehrlicher Mensch, der auch sagt, dass er vieles nicht verstehen kann, der auch vieles Hinterfragt, aber das scheint nie gewünscht zu sein, egal ob man sich als Europäer interessiert oder selbst als Ägypter. Bitte nur akzeptieren aber nie Hinterfragen scheint das Motto zu sein. Schade, denn dies verleidet einem der Islam, man hat dann keine Lust mehr was WISSEN was erfahren zu wollen.
Meinetwegen kann er noch mehr Bücher schreiben und noch mehr versuchen zu erklären-
In diesem Buch hat sich für mich vieles wie von selbst erklärt. Dinge die man ahnte, dachte, aber nie genau wußte.

Deine Befürchtung, dieses Buch wirft ein falsches Licht auf den Islam, kann ich widersprechen.
Ansonsten: DANKE für dein Interesse

-o-malak-o-

unregistriert

9

Sonntag, 20. September 2009, 15:04

Re: Mein Abschied vom Himmel

Zitat

Ich weiss jatzt auch nicht, warum du so auf die einzelenen Suren eingehen möchtest. Er schreibt nur von der Sure 4, weil der damit - m. E. zu recht - Schwierigkeiten hat - denn hier wird dem Mann erlaubt seine Frau schlagen zu dürfen. Er hat mitbekommen, wie sein Vater ein Iman, seine Mutter geschlagen hat immer und immer wieder. Sie musste vor ihm knien, nur das Gesicht geschützt und ohne einen Laut von sich zu geben, um den Mann nicht noch mehr zu reizen, damit kommt er nicht klar - bis heute nicht.


ich bin nur drauf eingegangen weil du das erwähnt hast, ich weiss ja nicht was er sonst noch für suren anspricht, ich kenne das Buch ja nicht, aber ich meinte damit eben auch für diese Sure, das was ich gesagt habe....man muss den Sinn verstehen dessen, dann würde - so denke ich - kein Mann so leicht eine Frau schlagen....

Zitat

Ich verstehe es nie, warum man, wenn es um den Islam geht, man immer wieder dann auf den Westen zu sprechen kommt und "ablenkt" . Hauptsache es geht dann nicht mehr um den Islam?
Wie es hier aussieht, wissen wir auch.
Hie gibt es Frauenhäuser, traurig genug, aber hier können die Frauen sich auch dort aufhalten. Welche Ägypterin traut sich das denn? Welche rechnet sich da nur 1 Chance aus und m. Wissens gibt es auch nur 1 "Frauenhaus" in Kairo.
Klar werden auch hier Kinder, Frauen und sicher auch Jungen vergewaltigt - aber nicht ungestraft.
In Ägypten wird es unter den Teppich gekehrt nach dem Motto "was nicht sein darf, gibt es nicht"


ach was das ist doch kein Ablenken, das sind eben nur Gedanken die halt mit einfliessen mehr nicht. Wäre es anders herum nicht genauso?

Unter den Teppich gekehrt - ja. Aber es passieren diesbezüglich was Bestrafungen angeht eher auch mal das der Täter gelüncht wird und diese Aktion dann eher mit vertuscht wird. Das Rechtssystem ist natürlich gar nicht zu vergleichen!
Selbstjustiz wie es oft Praktiziert wird lässt eine andere Diskussionsgrundlage zu....

Zitat


Im Christentum kannst du schon UNGESTRAFT was darüber sagen. Im Islam aber eben nicht und wo wird denn nichts totgeschwiegen?


ist das so? Das wäre auch ein interessantes Thema..... klar gehts hier um das Buch, aber das sind ja alles Aspekte aus dem Buch....

Ich denke ich muss das einfach lesen um mitzureden....wo kann man es kaufen?

-o-malak-o-

unregistriert

10

Sonntag, 20. September 2009, 15:06

Re: Mein Abschied vom Himmel

Zitat

dann würde - so denke ich - kein Mann so leicht eine Frau schlagen....
obwohl so noch mal drueber gelesen....doch würden sie. :überlegen:

Binbaldda

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11

Sonntag, 20. September 2009, 15:18

Re: Mein Abschied vom Himmel

Hallo,
hier findet man zum einen das Buch, zum anderen ein wenig Info über den Autor

http://www.amazon.de/Mein-Abschied-vom-H…d/dp/3771644194
glg uli

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Beginne nie einen Streit, aber beende jeden...

„Toleranz sollte nur ein vorübergehender Zustand sein,
er muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“

Goethe

12

Sonntag, 20. September 2009, 15:23

Re: Mein Abschied vom Himmel

Zitat von »"-o-malak-o-"«



ich bin nur drauf eingegangen weil du das erwähnt hast, ich weiss ja nicht was er sonst noch für suren anspricht, ich kenne das Buch ja nicht, aber ich meinte damit eben auch für diese Sure, das was ich gesagt habe....man muss den Sinn verstehen dessen, dann würde - so denke ich - kein Mann so leicht eine Frau schlagen....


Sorry, also da habe ich eine total andere Meinung. Welchen Sinn soll es geben, dass ein Mann seine Frau schlägt - ist das Schlagen nicht eigentlich ein Hinweis auf die eigene Macht-Hilfslosigkeit`Wer gibt einem anderen Menschen das Recht seine Frau, seinen Mann oder gar Kinder zu schlagen?
Da muss ich keine Sure verstehen, die dieses erlaubt.

Zitat

ach was das ist doch kein Ablenken, das sind eben nur Gedanken die halt mit einfliessen mehr nicht. Wäre es anders herum nicht genauso?


Wenn wir in einem Forum über Deutsche wären? Ich glaube, man würde darüber diskutieren, aber nicht unbedingt auf andere Länder verweisen - so nach dem Motto - woanders ist es doch schlimmer.

Zitat


Unter den Teppich gekehrt - ja. Aber es passieren diesbezüglich was Bestrafungen angeht eher auch mal das der Täter gelüncht wird und diese Aktion dann eher mit vertuscht wird. Das Rechtssystem ist natürlich gar nicht zu vergleichen!
Selbstjustiz wie es oft Praktiziert wird lässt eine andere Diskussionsgrundlage zu....


Selbstjustiz ist auch nicht angebracht und schon gar nicht jemanden zu lynchen.

Zitat

Ich denke ich muss das einfach lesen um mitzureden....wo kann man es kaufen?


hier z.B. http://www.amazon.de

Binbaldda

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13

Sonntag, 20. September 2009, 15:58

Re: Mein Abschied vom Himmel

Ich habe das Buch nicht gelesen, aber wenn ich die Biografie des Autors, der Religionswissenschaftler ist, richtig verstanden habe, dann richtet sich seine Kritik in erster Linie an das patriarchalissche System, das aus dem Islam etwas macht, was so nicht mal im Koran steht. In der entsprechenden Sure mit dem "Schlagen" steht meines Wissens :

1. Der Ehemann soll mit der Frau reden
2. Er soll sie ggf. meiden
3. Er kann sie züchtigen/bestrafen/schlagen (ich habe hier verschiedene Übersetzungen gesehen und selbst die Islamwissenschafter streiten sich hier)
Er muss diese drei Stufen durchlaufen, was das Zuschlagen im Affekt von vorneherein ausschliesst.

Dass Schlagen in einem rechtsstaatlichen System nicht in Frage kommt (ich lass mich ja nicht mal mehr bestrafen, seit ich erwachsen bin, es sei denn mich bestraft mal wieder das Leben) merkt man auch daran, dass z.B. der Iman aus Fuengirola im Gefängnis war, weil er - seiner Aussage nach zur Gewaltbegrenzung - in seinem Buch Anleitungen gegeben hat, wie man seine Frau "leicht" schlägt, damit sie keinen Schaden davon trage. Die Ehefrau und die Kinder des Imans haben glaubhaft versichert, dass sie nie geschlagen wurden. Die Anzeige gegen ihn kam übrigens aus der muslimischen Gemeinde Granada, die relativ gross ist, denn dort waren die Mauren ja noch sehr lange und es gibt ziemlich viele auch spanische Muslime dort.

Der Autor hat sich vom Islam entfernt, jedoch - wie ich in einem Interview gehört habe - seine Heimat, obwohl er Religionswissensschaftler ist, auch nicht in den anderen Religionen gefunden, denn der patriarchalische Missbrauch durchzöge alle Buchreligionen.

Dass solche Autoren immer wieder Polizeischutz brauchen ist bedauerlich, aber zeigt auch, die Ängste der "Patriarchen", dass die Gesellschaft es sich einfach mit der Zeit nicht mehr gefallen lässt und an ihren Stühlen sägt. Hoffentlich sägen noch ein paar mehr, damit Religion wieder zu dem wird, was sie sein soll. Eine Hilfe fürs Leben und Zusammenleben der Menschen und eben auch der "Direktdraht zum Himmel". Huch...ich merk schon wieder....es ist Sonntag BBD wird philosophisch.....
glg uli

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er muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“

Goethe

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14

Sonntag, 20. September 2009, 21:10

Re: Mein Abschied vom Himmel

Zitat von »"Binbaldda"«

Ich habe das Buch nicht gelesen, aber wenn ich die Biografie des Autors, der Religionswissenschaftler ist, richtig verstanden habe, dann richtet sich seine Kritik in erster Linie an das patriarchalissche System, das aus dem Islam etwas macht, was so nicht mal im Koran steht. In der entsprechenden Sure mit dem "Schlagen" steht meines Wissens :

1. Der Ehemann soll mit der Frau reden
2. Er soll sie ggf. meiden
3. Er kann sie züchtigen/bestrafen/schlagen (ich habe hier verschiedene Übersetzungen gesehen und selbst die Islamwissenschafter streiten sich hier)
Er muss diese drei Stufen durchlaufen, was das Zuschlagen im Affekt von vorneherein ausschliesst.



Es geht hier nicht um Schläge, sodaß der Geschlagenen mit körperlichen Schäden aus dieser Situation herausgeht.

Wenn das Gespräche zwischen dem Ehepaar keine Einigung/Einsicht bringt, dann darf der Mann das Ehebett meiden. Das sollte aber nicht im Stundentakt, sondern eine angemessene Zeit sein. Sollte dies auch keine Einigung/Einsicht bringen, dann darf gestraft werden.

Diese Bestrafung wird in einem Hadith offenbart, indem es ungefähr heißt, schlage mit einem Stöckchen, wenn sie einsichtig werden, nimmt sie mit Güte wieder auf. Der Pophet verbot ausdrücklich, daß es keine Strafe sein darf, die körperliche und seelische Folgen haben.

Ich habe das Buch auch nicht gelesen. Also nur dieses hier im Forum und allgemein im Netz. Ich nehme aber stark an, daß der Autor damit ein großes Problem hat, weil der Vater ein angesehener Iman ist und somit seine Religion kennen sollte. Und der Autor hat die gleiche wissenschaftliche Basis wie der Vater. So versteht er sicher nicht, wie ein Würdenträger daheim die eigene Ehefrau und Mutter seiner Kinder derart körperlich und seelisch schädigt.

15

Sonntag, 20. September 2009, 21:34

Re: Mein Abschied vom Himmel

Zitat

In seinem Heimatdorf wollten Bewohner das Buch verbrennen. Daraufhin stieg zum ersten Mal nach zwölf Jahren sein Vater auf die Kanzel in der Moschee, um die Freitagspredigt zu halten. Es ist verboten im Islam, die Predigt für persönliche Zwecke zu benutzen, aber das Buch war keine private Angelegenheit. "Wir sollten uns ärgern, weil das, was Hamed geschrieben hat, tatsächlich überall geschieht, und nicht, weil er es geschildert hat", verteidigte er seinen Sohn.

-o-malak-o-

unregistriert

16

Dienstag, 22. September 2009, 20:03

Re: Mein Abschied vom Himmel

das Buch kam heute morgen an...ich hab noch ohne Kaffee zu trinken angefangen zu lesen und mir ist erst gegen Mittag aufgefallen das ich noch keinen Kaffee hatte - das soll was heissen. Ich habs schon halb durch.....Spannend, aufwühlend, informativ. Vieles mach Ohnmächtig wütend. Eigentlich ist es fast eien Pflichtlektüre für alle die sich für Ägypten und die Menschen dort interessieren ....

17

Dienstag, 22. September 2009, 20:24

Re: Mein Abschied vom Himmel

Zitat von »"-o-malak-o-"«

..Spannend, aufwühlend, informativ. Vieles mach Ohnmächtig wütend. Eigentlich ist es fast eien Pflichtlektüre für alle die sich für Ägypten und die Menschen dort interessieren ....


Richtig. Im Moment ist mein Mann am lesen und er empfindet es ganz genauso. Man versteht vieles besser und er als gebürtiger Ägypter verarbeitet in diesem Buch auch sein Leben dort und wenn man bedenkt, er kommt aus einer "besseren Schicht".
Es ist wirklich lesenswert und gut geschrieben- werde mal nachfragen lassen, ob er noch mehr davon schreiben wird.

-o-malak-o-

unregistriert

18

Dienstag, 22. September 2009, 20:42

Re: Mein Abschied vom Himmel

der Part mit der Beschneidung - da ist mir echt der Hut hochgegangen! Wie gesagt bei vielen Passagen will man nur noch schreien vor Wut....ich finde es sehr gut das so ein Buch auf dem Markt ist, möge es etwas bewegen, ehrlich!

skmm84

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19

Dienstag, 22. September 2009, 20:53

Re: Mein Abschied vom Himmel

Mensch, da fällt mir gerade ein das ich mir das Buch doch bestellen wollte.. :A10: Habt mich ja richtig neugierig gemacht. :A30:
Eine Reise ist ein Trunk aus der Quelle des Lebens
Christian Friedrich Hebbel

20

Dienstag, 22. September 2009, 21:01

Re: Mein Abschied vom Himmel

Zitat von »"-o-malak-o-"«

der Part mit der Beschneidung - da ist mir echt der Hut hochgegangen! Wie gesagt bei vielen Passagen will man nur noch schreien vor Wut....ich finde es sehr gut das so ein Buch auf dem Markt ist, möge es etwas bewegen, ehrlich!


Ja, auch als seine Schwester sagt....kommst aus Europa und willst es besser wissen - weil er verhindern wollte, dass sie ihre Tochter beschneiden lässt.

Lachen musste ich, als er mit seinem Freund spazieren geht und dann dessen Erklärung zu der in der Sonne liegenden Frau - kommt vom Schwein essen ... :A10:

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