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1

Samstag, 3. November 2007, 00:42

Der Multikulti-Irrtum

Interview mit Seyran Ates

Zitat

Ates: Die meisten Deutschen müssen sich einfach bewusst darüber werden, dass sie selbst in ihrer eigenen Gesellschaft diese Prozesse durchgemacht haben und nicht von ungefähr dort gelandet sind, wo sie heute sind. Sie haben ja auch einen langen Weg der Demokratisierung und der Aufklärung durchgemacht.


Zitat


Und es kann nicht sein, dass in Schulen mit zweierlei Maß gemessen wird. Es kann nicht sein, dass Mädchen nur deshalb nicht am Schwimmunterricht teilnehmen, weil sie muslimisch sind. Hier werden den Mädchen Bildungschancen genommen, und das steht dem deutschen Bildungssystem entgegen. Die Mädchen haben am Schwimm- und Sportunterricht teilzunehmen, und das kann man auch entsprechend gesetzlich regeln. Das wäre gar kein Problem.


Zitat

"Der Siedepunkt ist längst erreicht", so lautet ein Zitat von Ihnen. Auch in Deutschland, so Ihre Meinung, müssen Islamkritiker um ihr Leben fürchten.


http://www.qantara.de/webcom/show_articl…/_nr-783/i.html

shirini

unregistriert

2

Dienstag, 6. November 2007, 13:48

Re: Der Multikulti-Irrtum

Grundsätzlich stimme ich Seyran Ates zu, viele der von ihr angesprochenen Reformen sind definitiv notwendig...

Aber grade bei dem von dir zitierten Schwimmbadausschnitt bin ich anderer Meinung. Ich finde sehr wohl, dass es älteren Mädchen (ich rede hier von ca. ab 14) erlaubt sein muss, den gemischten Schwimmunterricht zu boykottieren - denn der ist komplett gegen islamische Prinzipien. Dass sie ihren Körper nicht irgendwelchen Jungs zeigen wollen, finde ich mehr als berechtigt.

Beim reinen Mädchen-Schwimmunterricht sieht das natürlich anders aus, da sollten sie schon teilnehmen.

Raphaela

unregistriert

3

Mittwoch, 7. November 2007, 05:24

Re: Der Multikulti-Irrtum

Was passiert eigentlich in so einem Fall, wenn ein islamisches Mädchen den gemeinsamen Schimmunterricht verweigert?

LG

4

Mittwoch, 7. November 2007, 16:41

Re: Der Multikulti-Irrtum

Raphaela,

da passiert gar nichts, jedenfalls nicht an den Schulen die ich kenne. Es wird wie so vieles einfach hingenommen.

VG
Amira

shirini

unregistriert

5

Mittwoch, 7. November 2007, 17:32

Re: Der Multikulti-Irrtum

@Amira: Und warum sollte das nicht hingenommen werden? Würde gerne wissen, was da deiner Meinung nach dagegen spricht...


Abgesehen davon - gibts gemischten Schwimmunterricht für ältere Mädchen überhaupt?

schrofi

unregistriert

6

Mittwoch, 7. November 2007, 18:06

Re: Der Multikulti-Irrtum

Warum sollte es hier keinen gemischten Schwimmunterricht für Jugendliche geben?
Wir leben doch nicht mehr im letzten Jahrhundert, und Geschlechtertrennung ist Gott sei Dank kein Thema bei uns.

Solche Forderungen, wie Geschlechtertrennung bei Schwimm-und Sportunterricht, dient sicher nicht dem Zusammenleben der Kulturen.
Durch Boykott, gewinnt man bestimmt nicht an Sympathie und Verständnis.

Wie frei können sich hier junge Menschen entfalten und eine vorurteilsfreie, natürliche Beziehung zum jeweils anderen Geschlecht entwickeln.

Dadurch müssen sich bei uns Frauen und Mädchen auch nicht von Kopf bis Fuss verhüllen, um vor dem männlichem Geschlecht sicher zu sein.

Wer strikt nach nach islamischen Prinzipien leben möchte, sollte in ein isamisches Land auswandern.
Wir haben nämlich auch Prinzipien. Und dazu gehört eben nicht die Geschlechtertrennung.

lg,
schrofi

shirini

unregistriert

7

Mittwoch, 7. November 2007, 18:09

Re: Der Multikulti-Irrtum

Also Schrofi, deine Prinzipien in allen Ehren, aber zeig mir mal bitte einen gemischten Schwimmunterricht für Jugendliche, in dem es nicht nur darum geht, welches Mädchen welche Körbchengröße hat, am besten aussieht und den geilsten Hintern hat...Und das nennst du dann "natürlichen Umgang mit dem anderen Geschlecht"?

Wenn sich muslimische Mädchen dazu nicht hergeben wollen, find ich das nur recht und billig. Mit Ganzkörperbadeanzug schwimmen können sie ja schließlich auch nicht...


Achja, und kurzer Nachtrag: Auch bei uns haben sich die Mädels ständig um den Schwimmunterricht gedrückt, wir hatten dann eben pünktlich alle drei Wochen unsere Tage... ;) Warum also so nen Terz um den Schwimmunterricht machen?

Raphaela

unregistriert

8

Mittwoch, 7. November 2007, 18:46

Re: Der Multikulti-Irrtum

Zitat von »"shirini"«

Also Schrofi, deine Prinzipien in allen Ehren, aber zeig mir mal bitte einen gemischten Schwimmunterricht für Jugendliche, in dem es nicht nur darum geht, welches Mädchen welche Körbchengröße hat, am besten aussieht und den geilsten Hintern hat...Und das nennst du dann "natürlichen Umgang mit dem anderen Geschlecht"?

Wenn sich muslimische Mädchen dazu nicht hergeben wollen, find ich das nur recht und billig.


Das entspricht aber schon sehr den Erfahrungen, die ich bisher in Ägypten machen durfte. Dort geht es nicht viel anders zu.

Ich finde es nur schlimm, wenn es dann dahin ausartet, dass christliche Mädchen teilnehmen müssen, oder mit Konsequenzen rechnen müssen (z.B. ein Nicht genügend im Zeugnis beim Sportunterricht) , muslimische Mädchen aber mit ihrer Religion kontern können. Schon mal daran gedacht, dass es auch christliche Mädchen gibt, die g´schamig sind?

LG

shirini

unregistriert

9

Mittwoch, 7. November 2007, 18:52

Re: Der Multikulti-Irrtum

Selbstverständlich gilt da gleiches Recht für alle, Raphaela... :)
Ich finde, dass ab nem gewissen Alter überhaupt niemand zum gemischten Schwimmunterricht gezwungen werden sollte.
Denn ich bin nicht der Meinung, dass eine Bestzeit im 400 Meter-Freistil-Schwimmen unbedingt allgemeinwissenrelevant is - wer will, gerne, wer nicht, der macht dann eben ne Ersatzübung aufm Schwebebalken oder turnt mit nem Reifen. Heidernei...

Oder aber ganz einfach getrennten Schwimmunterricht, das is doch das Mindeste.

10

Mittwoch, 7. November 2007, 19:04

Re: Der Multikulti-Irrtum

Zitat von »"Raphaela"«



Wenn sich muslimische Mädchen dazu nicht hergeben wollen, find ich das nur recht und billig.[/b]


Das entspricht aber schon sehr den Erfahrungen, die ich bisher in Ägypten machen durfte. Dort geht es nicht viel anders zu.

Ich finde es nur schlimm, wenn es dann dahin ausartet, dass christliche Mädchen teilnehmen müssen, oder mit Konsequenzen rechnen müssen (z.B. ein Nicht genügend im Zeugnis beim Sportunterricht) , muslimische Mädchen aber mit ihrer Religion kontern können. Schon mal daran gedacht, dass es auch christliche Mädchen gibt, die g´schamig sind?

LG[/quote]

@shirini,

keine Ahnung wo du zur Schule gegangen bist und was du für Klassenkameraden hattest, ABER hier in den Schulen geht es icht um Körbchengröße oder wer hat den geilsten Hintern - Übrigens auch muslimische Mädels haben dieses Thema - sie DÜRFEN nur meistens von den Eltern aus nicht am Schwimmunterricht teilnehmen - selbst würden sie es gerne.

Was ich daran nicht gut finde willst du wissen? Schrofi hat eigentlich die Frage beantwortet - durch das nicht daran teilnehmen, grenzen sie sich leider oft selbst aus - oft finden sie das nicht gut, trauen sich aber selten sich zu "widersetzen" und was ich auch noch bemerken möchte - auch CHRISTEN sind nicht immer so forsch und wie du meinst. Aber das hat Raphaela schon geschrieben.

Ich frage mich immer wieder - wenn wir in einem islamischen Land sind - passen wir uns meistens an - ob Kleidung, Sitten (keinen Männerbesuch, keine Verabredungen usw) das wird immer als selbstverständlich hingenommen und auch gefordert. Denke, da stimmst du zu?

WARUM kann man sich hier nicht anpassen? Man muss ja nicht mit Bikini zum schwimmen, kann don ne Radlerhose und T-Shirt sein. Aber nein, es ist ganz selbstverständlich, sie nehmen nicht teil - geht aber eine Deutsche nicht hin, gibt es einen Eintrag wegen "schwänzen". Gerecht?

Wenn es auf BEIDEN Seiten Toleranz und Entgegenkommen geben würde, würde es sicher besser mit dem Verständnis für den Islam geben.

VG
Amira

shirini

unregistriert

11

Mittwoch, 7. November 2007, 19:15

Re: Der Multikulti-Irrtum

Wo ich zur Schule gegangen bin, gab es nach der Grundschule überhaupt keinen gemischten Schwimmunterricht mehr... ;) Aber auch wenn Mädels angezogen waren, ging es bei den Jungs meistens nur um das eine Thema... Obwohl ich auf einem sonst recht braven Kleinstadtgymnasium war... ;)

Und mit der Integration sind wir uns doch einig, Amria, klar sollten sich Familien mit Migrationshintergrund eingliedern, das is doch keine Frage. Was aber jetzt bitte Schwimmunterricht damit zu tun haben soll, is mir schleierhaft. Aufeinanderzubewegen schön und gut, aber doch nicht alles aufgeben, an das man glaubt. Und wenn man eben daran glaubt, sich vor gleichaltrigen Jungs nicht halbnackt zeigen zu dürfen, dann sollte einem das freigestellt sein. Allen Mädchen übrigens, hab ich vorhin auch schon erwähnt. Und das mit der Radlerhose is doch eher ne weniger gute Alternative. Da macht sich das betreffende Mädchen doch zum Gespött der gesamten Klasse, wenn sowas nicht ausgrenzend wirkt, dann weiß ich ja auch nicht.

Und insgesamt spreche ich hier auch von den Entscheidungen der Mädchen, Amira, nicht den Entscheidungen ihrer Väter - wenn die Mädchen ab nem gewissen Alter (in dem sie dann bereits schwimmen können) den gemischten Schwimmunterricht nicht mehr besuchen wollen, sollte ihnen das erlaubt werden, ob Muslima oder nicht.

Wieso man daraus ein Grundsatzproblem machen muss - wie aus dem Kopftuch übrigens ja auch - versteh ich einfach nicht.

schrofi

unregistriert

12

Mittwoch, 7. November 2007, 19:24

Re: Der Multikulti-Irrtum

Zitat von »"shirini"«

Also Schrofi, deine Prinzipien in allen Ehren, aber zeig mir mal bitte einen gemischten Schwimmunterricht für Jugendliche, in dem es nicht nur darum geht, welches Mädchen welche Körbchengröße hat, am besten aussieht und den geilsten Hintern hat...Und das nennst du dann "natürlichen Umgang mit dem anderen Geschlecht"?



Und was soll daran bitte unnatürlich oder schlimm sein? Jungs haben doch schon immer Sprüche losgelassen, oder Mädchen hinterhergeschaut, oder hinterhergepfiffen. Pupertierende Jugendliche interessieren sich nunmal für solche "Sachen". Und nicht nur pupertierende Jugendliche :oh: Und das interesiert sie nicht nur im Schwimmbad. Und da hilft auch nicht Mädchen komplett wegzusperren, oder in "Ganzkörpersäcke" zu stecken. Ganz im Gegenteil, das weckt doch erst die Neugierde. Jedenfalls können Frauen und Mädchen hier normalerweise ohne Probleme z.B.in öffentlichen Verkehrsmitteln mitfahren, oder ins Kino gehen usw. ohne gleich von irgendwelchen Typen begrapscht zu werden.
So etwas ist mir in Ägypten schon mehrmals passiert.



Anonymous

unregistriert

13

Mittwoch, 7. November 2007, 21:09

Re: Der Multikulti-Irrtum

Hier fehlt, wie meist immer, die Toleranz im eigenen Land zu anderen Religionen. Was noch in orientalischen/muslimischen Reisegebieten an Toleranz aufgebracht wird, wird im eigenem Land nicht toleriert und kategorisch abgelehnt.

Und die Aussage, daß solche Religionsgruppen in ihre Heimatländer auswandern sollten, ist in meinen Augen nur bis zur nächsten Ecke gedacht. Es sind nicht nur Kinder aus rein islamischen Familien, wie Kinder aus binationalen Ehen betroffen, denn es gibt auch muslimische Kinder deren Eltern Muslime sind ohne das die Vorfahren islamischer Abstammung sind oder aus einen der islamischen Ländern entstammen.

Meine Schulzeit ist schon etwas Länger zurückliegend, aber wie oft haben wir Mädels uns vor dem Schwimmunterricht gedrückt. Der Grund war nicht nur die monatliche Blutung. Entweder wurde geschwänzt oder ein Entschuldigungsschreiben gefälscht. Und da war es auch jeder egal, ob die Sportnote in den Keller rutschte.

14

Mittwoch, 7. November 2007, 21:39

Re: Der Multikulti-Irrtum

Zitat von »"Wüstensonne"«

Hier fehlt, wie meist immer, die Toleranz im eigenen Land zu anderen Religionen. Was noch in orientalischen/muslimischen Reisegebieten an Toleranz aufgebracht wird, wird im eigenem Land nicht toleriert und kategorisch abgelehnt.

das verstehe ich jetzt im Moment nicht. Wenn ich in einem orientalischen/muslimischen Land bin, dann passe ICH mich dort an - WARUM muss ich das in meinem Land auch? Soll ich da auch mit keinem Mann reden, keinen Hausbesuch bekommen?
Oder meinst du ich toleriere es nicht, wenn es bei IHNEN so gemacht wird?



Meine Schulzeit ist schon etwas Länger zurückliegend, aber wie oft haben wir Mädels uns vor dem Schwimmunterricht gedrückt. Der Grund war nicht nur die monatliche Blutung. Entweder wurde geschwänzt oder ein Entschuldigungsschreiben gefälscht. Und da war es auch jeder egal, ob die Sportnote in den Keller rutschte.


Das stimmt, kenne ich auch noch, aber wir wurden dafür "bestraft" und so ist es heute noch, während es bei muslimischen Mädchen einfach "hingenommen" wird.

Zitat

Was aber jetzt bitte Schwimmunterricht damit zu tun haben soll, is mir schleierhaft. Aufeinanderzubewegen schön und gut, aber doch nicht alles aufgeben, an das man glaubt. Und wenn man eben daran glaubt, sich vor gleichaltrigen Jungs nicht halbnackt zeigen zu dürfen, dann sollte einem das freigestellt sein. Allen Mädchen übrigens, hab ich vorhin auch schon erwähnt.


weil wir hier von dem Thema Schwimmunterricht ausgegangen sind und ich es eben so sehe/empfinde - es entscheiden ja eben sehr selten die Mädchen so, es entscheiden die Eltern (meistens die Väter) - ich kenne hier so viele muslimische Mädchen, sie sind hier oft geboren, aufgewachsen und möchten so leben wie sie es von ihren Klassenkameraden sehen/kennen- sie DÜRFEN es nicht, entweder paßt der Bruder auf oder irgendeiner von dem "Clan" - was machen viele Mädchen - sie "belügen" die Eltern, fahren meistens in einen anderen Ort oder weit weg zu einem anderen See - um endlich mit ihren Klassenkameraden einen schönen Tag im Wasser zu verbringen - Bikini oder Badeanzug - der EIGENE - wird meistens bei einer Freundin gelagert.
Finde, das ist nicht im "Sinne des Erfinders" und wohlgemerkt, es sind alles "anständige, normale" junge Mädels. Die darunter leiden vieles verboten zu bekommen.
Es geht doch einfach darum, wenn sie hier leben, sollten sie sich auch anpassen, so wie wir es dort auch tun und es ja erwartet wird.
Wenn sie hier nicht schwimmen wollen/dürfen - ok - dann aber auch wirklich für ALLE ohne "Strafen" und nicht, dass die Deutschen bestraft werden und bei den muslimischen Mitmenschen wird es als normal hingenommen. Denn hier ist Schwimmunterricht ein ganz normales Schulfach.

VG
Amira

15

Mittwoch, 7. November 2007, 22:21

Re: Der Multikulti-Irrtum

Ich denke die Regelung mit dem Schwimmunterricht ist eine schwierige Frage.Mir stellt es prinzipiell die Haare auf,wenn ich das Wort "anpassen" höre,denn damit verbinde ich immer alles Eigene aufzugeben,und das kann doch nicht Toleranz bedeuten.
Sagt man generell,moslimische Mädchen müssen am Schwimmunterricht nicht teilnehmen,werden auch viele liberale Moslime ihre Töchter nicht mehr teilnehmen lassen.
Gemischter Schwimmunterricht mit den Klassenkameraden läuft sicher so ab ,wie Shirini es beschreibt.Getrennter Schwimmunterricht von Burschen und Mädchen wäre vielleicht schon ein Mittelweg,über den sich nicht nur moslimische Mädchen freuen würden.
Den Schwimmunterricht als Freigegenstand für alle?
Ich wäre für den Mittelweg.
Bei uns in Österreich gibt es dann auch noch häufig die Schwimmwoche, das ist eine einwöchige Klassenfahrt mit intensiven Schwimmtraining und Übernachtung außer Hause.Hier wird es dann auch den liberalen Moslimen zuviel. :nöö:

16

Mittwoch, 7. November 2007, 22:32

Re: Der Multikulti-Irrtum

Ich habe die Aussage von Wuestensonne so verstanden,dass manche Menschen zwar im Urlaubsland Toleranz für die ihnen fremde Religion aufbringen,aber in Europa kein Verständnis für Kopftuch und Co aufbringen.
So nach dem Prinzip, es muß alles seine Ordnung haben.
Habe ich auch schon beobachtet - aber gerade wir Europäer passen uns doch auch in keinem Land total an - muß man denn das ?

Anonymous

unregistriert

17

Mittwoch, 7. November 2007, 22:45

Re: Der Multikulti-Irrtum

Was mir alles in meinem Elternhaus verboten wurde, da wurde so manche/r Muslim/a aus dem Staunen nicht herauskommen!

Für mich heißt anpassen, daß aufzugeben was mir persönlich wichtig ist. Weil die Mitmenschen dafür kein Verständnis aufbringen können.

Diese ganze Gequassel von Anpasserei in Deutschland ist doch nichts anderes als die Oberhand über etwas zu haben, womit sich die Meisten nicht auskennen und auch nicht bereit sind, es in Ansätzen zu tolerieren.

Erst wenn man den Mitmenschen, egal welcher Herkunft und Religion, (auch die Deutschen selber), ihren Lebenstil und -vorstellung leben lassen würde, dann hat das Wort miteinanderleben einen Wert.

Um auf den Schwimmunterricht zurück zu kommen. Wenn die muslimischen Mädels nicht schwimmen wollen, aus welchen Gründen und Verboten auch immer, dann muß halt die Nichtbeteilung ebenfalls benotet werden wie bei deutschen Mädels, die dem Schwimmunterricht fern bleiben. Wegen einer 4 oder 5 in Sport hat noch niemand das Klassenziel verfehlt.

Anonymous

unregistriert

18

Mittwoch, 7. November 2007, 22:47

Re: Der Multikulti-Irrtum

Zitat von »"Nadia"«

Ich habe die Aussage von Wuestensonne so verstanden,dass manche Menschen zwar im Urlaubsland Toleranz für die ihnen fremde Religion aufbringen,aber in Europa kein Verständnis für Kopftuch und Co aufbringen.
So nach dem Prinzip, es muß alles seine Ordnung haben.
Habe ich auch schon beobachtet - aber gerade wir Europäer passen uns doch auch in keinem Land total an - muß man denn das ?



Genau das wollte ich damit sagen!

19

Mittwoch, 7. November 2007, 23:55

Re: Der Multikulti-Irrtum

Wenn ich in ein anderes Land fliege - in ein muslimisches - dann MUSS ich deren Sitten, Gebräuche usw akzeptieren/tolerieren - da habe ich kein Recht- etwas zu ändern/verändern zu wollen - schließlich weiss ich ja wo ich hinfliege und wenn es mir nicht paßt, muss ich da ja nicht hin.

Zitat

Für mich heißt anpassen, daß aufzugeben was mir persönlich wichtig ist. Weil die Mitmenschen dafür kein Verständnis aufbringen können.


Okay, dann müsste man das Wort "anpassen" definieren - denn anpassen bedeutet für mich nicht, etwas aufzugeben was mir persönlich wichtig wäre.
Anpassen wäre für mich in Ägypten z. B. Kleidung, Verhalten usw. aber das wäre für mich - ich zeige Respekt der Religion/Sitten - gegenüber.

Völlig anpassen halte ich auf BEIDEN Seiten für "nicht möglich" aber man kann aufeinander zugehen, Verständnis zeigen, Kompromisse (BEIDE) eingehen - wie es eigentlich immer sein sollte. Ich finde es nicht gut, dass es oft immer nur von den Frauen ausgeht und von den Männern gar nicht in Betracht gezogen wird - was zu ändern.

VG
Amira

Scheera

unregistriert

20

Donnerstag, 8. November 2007, 08:35

Re: Der Multikulti-Irrtum

Ich stimme mit Amira in vielen Punkten überein.
Ich bin auch der Meinung, dass sie Migranten in Deutschland eingliedern sollten. Dazu gehört für mich auch, dass sie überhaupt erst mal Deutsch sprechen lernen. Das können viele nicht. Die Frauen meistens nicht, da sie ja der Mittelpunkt der Familie sind und in der wird dann die jeweilige Sprache gesprochen. Ich rede jetzt nicht von Arabisch, weil ich das auch schon bei anderen Nationen hier beobachtet habe. Das ist ein Nebeneinanderleben und kein miteinander.
Die Schwimmunterrichtsfrage ist wirklich eine schwierige. Anpassen und eingliedern ist für mich dann nicht gleichbedeutend mit Aufgeben der religiösen Werte und Regeln. Ich kenne es nur aus meiner Schulzeit, dass, wenn man zu oft beim Sport gefehlt hat, einen Feststellungstest machen mußte und unsere Sportlehrin drohte dann noch mit Sitzenbleiben, aber wie weit das durchsetzbar gewesen wäre, weiß ich nicht. Gerade im Schulbereich muss man einen Mittelweg finden, es geht nicht das oder das.
Wüstensonne schrieb, dass hier die Toleranz aufhört, weil man sich mit der fremden Kultur nicht auskennt und eine gewisse Scheu davor hat.
Scheu? Ja, vielleicht. Scheu davor gleich als Rassist abgestempelt zu werden, wenn man äußert, dass man dies und das nicht so richtig in der Religion (speziell Islam) verstehen kann.
Ich will ein kurzes Beispiel bringen. Eine Freundin von mir, hielt mal einen Vortrag über den Islam ganz allgemein, sie studiert Arabistik und brachte nur Fakten keine Meinung. Eine Muslim saß im Seminar und machte ein derartiges Fass auf, weil sie, also meine Freundin, die anderen Studenten nach den fünf Säulen des Islams fragte und sie entsprechend ihrer Nennung an die Tafel schrieb. Das Glaubensbekenntnis wurde als zweites genannt und so schrieb sie es auf. Die Muslimin fühlte sich dann so gekränkt, dass sie ihr vorwarf islamfeindlich zu sein. Das ging dann bis zum Professor, wo man erst meiner Freundin recht gab und als aber die Muslimin mit ihm gesprochen hatte, da wurde ihm das Eisen zu heiß und er wollte, dass sie sich bei der Muslimin entschuldigt. Das ist auch eine gewisse Scheu. Was ich persönlich sehr traurig fand.