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Freitag, 30. Juli 2010, 15:32

Jasmin Diving

Zitat



Wie die Zeit vergeht..., 1987 war das Jahr, in dem das Jasmin Diving Sports Center in Hurghada/Ägypten geboren wurde. Als eine der ersten deutschen Tauchbasen öffnete es seine Pforten im damals noch im Bau befindlichen Jasmine Village. Zunächst fanden sich eingefleischte Leidenschaftstaucher ein, die nicht viel Wert auf Hotelluxus legten, sondern eher eine hervorragende Tauchbasis zu schätzen wussten.
Und genau das wollte Monika Wiget, die Gründerin und General Managerin – bis heute.

Ihren Traum von der eigenen Tauchbasis hegte sie schon lange, Stationen waren auch die Ostsee und die Türkei. Aber bis nach Ägypten war es ein langer Weg.
Bereits in ihren Jugendjahren entdeckt Monika ihr Verhältnis zum Sport, insbesondere zum Wassersport. Wohin das letztlich führen sollte, kam ihr jedoch nie in den Sinn.
Lothar Weiß war der Tauchlehrer, der sie dem Tauchen näher gebracht hatte, ihm folgte sie schließlich an die Ostsee, wo beide eine Tauchschule betrieben. Leicht verdientes Geld war es aber hier beileibe nicht.
Auch Sri Lanka als zweite Station bot aufgrund der damaligen schwierigen, politischen Bedingungen keine gute Grundlage für eine erfolgreiche Tauchbasis mit Zukunft. Nach einer kurzen Zwischenstation in der Türkei, wo Monika Wiget den "Club Aquarius" aufzog, verschlug es sie schließlich nach Ägypten – wer kann dem wunderschönen Roten Meer schon widerstehen?
Schnell fand sie sich im damals noch weniger bekannten Hurghada ein – schließlich gab es bereits einen deutschen Bäcker...
Auch hier war aller Anfang nicht einfach. "Eine Frau in der arabischen Welt?" mögen sich viele gefragt haben - und fragen.
Ja! Mit Durchsetzungsvermögen und viel Disziplin bot Sie der Männerwelt – unabhängig von Nationalität – die Stirn. Ein noch im Bau befindliches Hotel "Jasmine Village", heute aus Hurghada nicht mehr wegzudenken, vereinfachte den Basisbetrieb nicht gerade. Vor allem deshalb, weil eine kontinuierliche Wasserversorgung nicht zum Standard gehörte. Für manchen luxusverwöhnten Gast von heute wäre das nichts gewesen. Aber die Taucher von damals waren Pioniere, tauchen wollten sie, nicht mehr und nicht weniger, das Rote Meer sehen in all seiner Vielfalt und Schönheit. Hochmoderne Tauchschiffe mit riesigen Ausmaßen waren damals weder selbstverständlich noch vom Gast gefordert. Tauchen war noch Individualtourismus - heute eher Massentourismus gewandelt.
Doch auch die Masse will bedient werden. Gerade die Kombination aus Individualtourismus für den einzelnen Gast und der Bedienung der Masse ist eine Gratwanderung und eine Herausforderung. Doch Monika Wiget gelingt beides – eben jene Gratwanderung. Über die Herausforderung brauchen wir gar nicht zu sprechen. Was wäre eine Monika Wiget ohne Herausforderungen? Was sie leistete, war wahre Pionierarbeit – Arbeit, die sich am Ende auszahlte.
Heute ist der Anspruch des Gastes anders – komfortable Boote sind wichtig und ein geringer Preis. Denn der Preiskampf hat auch Hurghada nicht außen vor gelassen.
Die Messlatte hing und hängt hoch – vor allem, als in den letzten Jahren Tauchbasen wie Pilze aus dem Boden zu schießen begannen. Ein unglaubliches Überangebot richtete sich in Hurghada ein – und tut dies nach wie vor. Ein Überangebot, das durch die Nachfrage gar nicht befriedigt werden kann, sonfdern lediglich durch eine rigide Preispolitik – die schon für manche Tauchbasis zu rigide war. Oder auch eben durch gewisse Unterschiede, Unterschiede, die für einen Urlauber maßgeblich sind; Service, Qualität und ein familiäre Atmosphäre. Keine Abfertigung, sondern wirkliche "Kundenbindung". "Das war und ist für mich wichtig", so Monika Wiget. Schließlich geht nichts über eine persönliches Verhältnis zum Gast. Und über die Jahre hinweg hat sich ein fester Kundenstamm etabliert, einige sogar noch aus den Anfangszeiten Ende der 80er.
1994 macht Monika einen Abstecher in das damals noch völlig unbekannte El Quesir und gründet dort erste Tauchbasis überhaupt. Weit weg von Hotel- und Bettenburgen findet sich der Tauchgast auf der Pensee ein, ein Kreuzfahrtschiff, ein schwimmendes Hotel. Doch beinahe wäre dies Monikas persönlicher sprichwörtlicher Untergang gewesen. Als in der Nacht starke Regenfälle die Wüste in ein Schlammbad verwandeln und sich Schlammmassen ihren Weg in Richtung Meer bahnen, scheint die Pensee dem Untergang geweiht. Nur knapp kann Monika vom damaligen Tauchlehrer Dirk gerettet werden und so dem sicheren Tod entrinnen. Seiner geistesgegenwärtigen Reaktion ist es zu verdanken, dass beide heil aus diesem sprichwörtlichen "Schlammmassel" wieder herauskamen.
Zurück im Jasmine Village, zeichnet die Tauchbasis schon bald eine eigene Tauchschiff-Flotte aus, die Basis wird nach und nach vergrößert, 1997 das Team schließlich um Bianca erweitert, Monikas neue rechte Hand. Frauenpower eben.

Eine kleine Tauchbasis ist das Jasmin Diving Sports Center Mitte der 90er längst nicht mehr. An der individuellen Gästebetreuung soll es trotzdem nicht mangeln. Auch das zeichnet die Tauchbasis aus – Stammgäste, die seit 20 Jahren hierhin kommen – und nicht einmal ansatzweise daran denken, an eine der zahlreichen neuen Destinationen abzuwandern. Warum auch? Top-Equipment und ein klasse Team vor Ort machen viel aus.
Ja – die Ansprüche, die Monika Wiget an sich selbst stellt, stellt sie auch an ihre Mitarbeiter. Vom Tauchlehrer über die Office-Miezen bis hin zu den Jungs, die für den Kompressor zuständig sind. Freundlichkeit und Offenheit sind ein wichtiges Kriterium. Und dies zahlt sich aus. Als Resultat einer topp Organisation und einem absolut einwandfreien Service kann sich das Jasmin Diving Sports Center hinsichtlich der Gästezahlen nicht beklagen, auch nicht nach dem Umzug im Jahr 2008.
Ende 2008 brach Monika ihre Zelte im Jasmine Village ab – nach über 20 Jahren. Zuviel lief falsch. Langfristig wären die Gäste nicht mehr zufrieden gewesen. Die Probleme spielten sich eher "hinter den Kulissen" ab, was schließlich für Monika einfach nicht mehr tragbar war. Zuviel musste "zwischengemanagt" , zu viele Kompromisse zu Lasten des Diving Centers gemacht werden – und dies nur des lieben Friedens willen. Denn schließlich war es auch Monika, die am Erfolg des Jasmine Village maßgeblich beteiligt war – viele Gäste kamen nur aufgrund der Tauchschule.
So war der eine oder andere im Kielwasser des Wigetschen Erfolgs mitgesegelt – oder mitgetaucht. Wie auch immer man das bezeichnen mag.


Monika Wiget :00: :tauchen:

Bea

Pyramidenforscherin

  • »Bea« ist weiblich

Beiträge: 1 541

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2

Freitag, 30. Juli 2010, 17:28

Denn schließlich war es auch Monika, die am Erfolg des Jasmine Village maßgeblich beteiligt war – viele Gäste kamen nur aufgrund der Tauchschule.

Ja, kann man so sagen. Mein Sohn taucht und wir haben vor Jahren das Jasmin Village wegen des Tauchcenters gebucht. War ne super Sache und man kann sagen, dass dort beim Personal wert auf Qualität gelegt wird.
Dafür haben wir auch das Jasmin Village inkauf genommen. Essen waren wir im Nachbarhotel. Um es juristisch korrekt zu formulieren will ich es mal so sagen: Das Essen war im Nachbarhotel etwas gewürzter, dafür gab es dort andere Erscheinungen, die ich, wäre ich eine alleinreisende Frau, nicht unbedingt brauchte.

Bull1603

unregistriert

3

Freitag, 3. September 2010, 22:39

danke

Auch ich war 2004 im Ali Baba ( vielleicht 2 Min gehmiuten zur "alten" Basis. Hat uns damals auch sehr gefallen und das ich bei "reparieren" des Bootes helfen konnte war doch selbstverständlich.

Ich hoffe Monika und dem Team geht es jetzt wieder gut.

Ich würde gerne kommen und die "neue Basis" sehen wollen. Aber die Finanzen :thumbdown:

gruß aus good cold Germany

Poseidon23684

unregistriert

4

Donnerstag, 26. Mai 2011, 21:16

Ich greife das alte Thema mal auf.

Woher stammt die Quelle des Startbeitrags?

Fakt ist, dass damals Monika mit ihrem Ehemann Edi die Tauchbasis gründete, sie war die dritte nach Rudi Kneip und James&Mac. Irgendwann verschwand Edi bei Nacht und Nebel mit einem Großteil des Bankguthabens und Monika musste sich allein in einem islamischen Land durchbeißen - und sie hat es bis heute geschafft.

5

Donnerstag, 26. Mai 2011, 21:31

Woher stammt die Quelle des Startbeitrags?



Quelle ist doch angegeben Monika

"%" mit Brille wäre es nicht passiert - aber nicht die rosarote nehmen

yabinti

Hatschepsut

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6

Donnerstag, 26. Mai 2011, 21:33

Habe dort meinen Padi OWD gemacht. Mir gefiel die Tauchschule sehr gut. Wie es heute ist, kann ich leider nicht sagen. :tauch:

ma-salama مع السلامة
yabinti


:arabdealer:

Poseidon23684

unregistriert

7

Donnerstag, 26. Mai 2011, 21:45

OK wegen Quelle - nicht gesehen.

Man sollte Monika auch lieber nicht an ihren Ex erinnern, und Tauchmedien sind sowieso fast immer mit rosa Brille geschönt. Die in Hamburg verlegte Zeitschrift heißt nicht grundlos im Taucherjargon TaucherBLÖD. BLÖD wie BILD, ist inzwischen der gleiche Verlagskonzern, Werbung bestimmt die Inhalte - hallo Carolyn, liest du mit? (An alle anderen: Bitte die letzten 5 Wörter überlesen, ich erkläre sie nicht.)

8

Donnerstag, 26. Mai 2011, 22:14

Bitte die letzten 5 Wörter überlesen, ich erkläre sie nicht.)


"%" Frauen sind nicht NEUGIERIG sie sind nur INTERESSIERT und mit deinem Satz haust du genau in diese Kerbe - "Hallo Carolin, stimmt doch oder" "%"

blaupunktrochen

Wüstenfuchs

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9

Sonntag, 14. August 2011, 22:08

alte Erinnerungen

Ich greife das alte Thema mal auf.

Woher stammt die Quelle des Startbeitrags?

Fakt ist, dass damals Monika mit ihrem Ehemann Edi die Tauchbasis gründete, sie war die dritte nach Rudi Kneip und James&Mac. Irgendwann verschwand Edi bei Nacht und Nebel mit einem Großteil des Bankguthabens und Monika musste sich allein in einem islamischen Land durchbeißen - und sie hat es bis heute geschafft.
Ja, ja, lang ist´s her und es werden alte Erinnerungen wach. Allerdings eine kleine Korrektur:
Es gab eine Basis im "El Samaka" dessen Name und Betreiber mir leider entfallen sind, und es war zu diesem Zeitpunkt noch nicht "James&Mac" sondern das BARAKUDA-Divingcenter unter der Leitung von Manfred Krüger, im gemeinschaftlichen Besitz von Air Aqua/M.Balzer und dem damaligen (heute noch?) Besitzer des "Giftun Village", Herr Waidak (schreibt man den so?). Ausserdem gab es schon SUBEX in Hurghada. Ob damals das Magawish eine Basis hatte - daran kann ich mich nicht mehr erinnern...

Poseidon23684

unregistriert

10

Montag, 15. August 2011, 00:10

Ja, ja, lang ist´s her und es werden alte Erinnerungen wach. Allerdings eine kleine Korrektur:
Es gab eine Basis im "El Samaka" dessen Name und Betreiber mir leider entfallen sind, und es war zu diesem Zeitpunkt noch nicht "James&Mac" sondern das BARAKUDA-Divingcenter unter der Leitung von Manfred Krüger, im gemeinschaftlichen Besitz von Air Aqua/M.Balzer und dem damaligen (heute noch?) Besitzer des "Giftun Village", Herr Waidak (schreibt man den so?). Ausserdem gab es schon SUBEX in Hurghada. Ob damals das Magawish eine Basis hatte - daran kann ich mich nicht mehr erinnern...
Im El Samaka war Sepp Wollsperger der Chef. Ganz toller Mann, ex Berufstaucher, dann dafür untauglich, frühverrentet, fuhr dann nebenbei in München S-Bahn, traf wie auch immer auch auf Chris, die Dr .med. Mensch und Dr. med. Tier war, ihm also intellektuell haushoch überlegen. Sepp war die Seele der Basis, Chris - na ja. Leider starb Sepp vor ihr, hat sich totgesoffen, weil er weder sie noch die intellektuelle Diskrepanz ertragen konnte.

Dann gab es noch als Fast-Pionier Roland Schumm, der hatte die Samaka-Basis vor Sepp. Dahin kam ich 1993 zusammen mit vier Tauchschülern und sechs weiteren Taucher, nachdem der elendige Mogelinhaber (Namen nenne ich lieber nicht, die Mafia verzeiht nichts) während meiner Zeit als Aushilfsbasisleiter im Sindbad über Nacht alles wegräumte und ich nur noch 20 kg Blei für 10 Taucher hatte.

Die Giftun-Basis war tatsächlich erst eine Barakuda-Basis.

Irgendwann kamen dann auch Mike und Margret. Margret traf ich im April in MUC Airport, sie leben total glücklich nördlich von Hurghada im Ruhestand und gucken gelentlich mal rein, ob alles bei der von James&Mac übernommenen Basis wie bisher läuft.

Von Subex weiß ich nichts.

Und auf Rudi Kneip traf ich auf der Boot 2010 zufällig an einem Messestand. Munter, wieder fit ohne Somaya. An einem Eckhaus Nähe Bootswerft hing Januar 2011 immer noch seine verblichene Werbung incl. Number One. Und wo sein XXXL-Atemluftkompressor landete, weil selbst L&W nicht, das Ding mit dem 12 Zylinder-Diesel in der Mitte war mal deren Aushängeschild. Schade um ihn - das war noch richtiges Tauchen statt Spielkram wie heute - Computer haben = auf Wunsch 20 Liter Buddel - mit den Somayas auf Mehrtagesafari bis Brothers gehen, heute alles undenkbar!

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