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Mittwoch, 18. August 2010, 19:10

Ramadan in Ägypten: Strafen für "Fastenbrecher"

Zitat

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte warnt vor einer "Taliban-Mentalität" in Ägypten. Auch Touristen sollten sich beim Essen in der Öffentlichkeit während der Fastenstunden "zurückhalten".


In Nagah Hamadi wurde ein Kopte, weil er Brot kaufen wollte, von Muslimen verprügelt und getötet


Zitat

Die IGFM appellierte bereits an den Staatspräsidenten von Ägypten, Hosni Mubarak, Inhaftierungen und Bestrafungen aufgrund von Verstößen gegen das Fasten als Angriff auf die verfassungsmäßig garantierte persönliche Freiheit zu unterbinden. Die auch in Algerien oder Kuwait praktizierte staatliche Bestrafung von öffentlichen Fastenbrechern im Ramadan sei ein Schritt in Richtung "Taliban-Mentalität", meinte die IGFM. Dem gegenüber wurde daran erinnert, dass in Ägypten etwa auch 12 Prozent christliche Kopten lebten.



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_Cleopatra_

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2

Freitag, 20. August 2010, 19:44

In Dubai (bzw. in den ganzen VAE) ist es vor dem Fastenbrechen verboten in der Öffentlichkeit zu Essen oder zu Trinken, dies gilt für Touristen, Einheimische und Residence. Ganz ehrlich gesagt finde ich es nicht schlimm und aus Respekt würde ich sowieso nicht vor einem fastenden Moslem essen oder trinken.
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Samstag, 21. August 2010, 02:28

Ganz ehrlich gesagt finde ich es nicht schlimm und aus Respekt würde ich sowieso nicht vor einem fastenden Moslem essen oder trinken.


Wenn ich mit einem verheiratet wäre, würde ich mich auch nicht vor ihn setzen und essen, aber sicher in einem anderen Zimmer. Ich bin keine Muslima.

Ehrlich gesagt, ich finde es schlimm, dass allen Menschen, die nicht den Ramadan begehen, einfach verboten wird in der Öffentlichkeit zu essen. Wird er dadurch in Versuchung geführt? Schafft er es nicht alleine?

Wenn ich aus Respekt vor einem mir bekannten Moslem nicht esse, ist es meine Entscheidung aber verbieten?

Wie verhalten sich die Moslem, wenn Christen/Kopten faste? Zeigen sie Respekt? Haben sie überhaupt Respekt vor anderen Religionen?

Bevor jetzt wieder gemeckert wird - ich weiss, es sind nicht alle Muslime so - aber warum wird immer der Respekt erwartet, der selbst nicht unbedingt selbst gegeben wird?

@nnie

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Samstag, 21. August 2010, 07:50

..eigentlich ist dies eine Sache bzw. ein Verbot, welches überhaupt nicht durchzusetzen ist, da die Touristen in den Hotels ja auch essen und trinken und da von fastenden Muslimen bewirtet werden, also glaube ich das ganze so erstmal gar nicht...

...aber auch ich baue mich vor einem Fastenden nicht mit einer Wasserflasche auf und trinke demonstrativ. Ich weiß, dass unser Doorman auch fastet und dann geb ich acht, dass ich nicht grad mit einer Wasserflasche am Hals ums Haus renne... und denoch könnte er doch auch versucht werden, wenn er mit dem Wasserschlauch die Pflanzen wässert. (die trinken dürfen, weil nicht muslimisch) Auch gehe ich eher mit gesenktem Kopf und Blick geradeaus in und an unserem Shop an den vielen Männern, die da arbeiten vorbei, bis ich vor ein paar Tagen bemerkte, dass das alles Kopten sind... "%"

Ich prutzele und bräu nicht gerade in der Zeit, wenn ich weiß, dass meine Obermieter mit 3 Kindern da sind und denen dadurch das Wasser im Munde zusammenläuft.

Als wir Letztens in einem öffentlichen Gebäude waren...überkam mich auch ein heftiger Wunsch einen Hieb aus der in meiner Handtasche befindlichen Wasserflasche zu nehmen...was ich auch tat. Ich schaute aber, dass nicht gerade jemand auf dem Flur war oder aus irgendeinem Zimmer mich beobachten konnte. Es sprangen da auch Kinder umher und inwieweit da jedes einzelne zum fasten angehalten wird, weiß man nicht, also für die wäre es dann ja noch schwerer.

Aber schaut mal, wem ist denn geholfen, wenn die Straßen, die Restaurants und Cofe-Shops leer bleiben? So etwas stetzt sich nicht durch. Das ist etwas, was völlig konträr geht. Nicht in einem Land, welches zum größten Teil vom Tourismus lebt ;nogo;

Und immer wird nur vom Essen und Trinken gesprochen. Sollten die Herren und Damen Touristen denn auch vermummt am Strand rumliegen???!!!! Verweigern die Massagesalons auch ihren Dienst am Kunden? Oder gehen die Tauchlehrer nicht auf Tauchgang, weil die ja auch recht nahe mit und an den "Kundinnen" in ihren schmalen Bikinis arbeiten. Ich denke eher nicht, das können sie sich nicht leisten..sie leben ja davon, denn nach dem Fastenbrechen wollen sie ja auch was auf den Tisch zu stellen haben und gerade in dieser Zeit recht uppig.

Und selbst die Bestrafung von Fastenbrechern... wie will man denn wem nachweisen, warum derjenige gebrochen hat... ??? Dieses Volk wird aber gern in Angst und Unkenntnis gehalten, dann ist es manipulierbarer...wie man sieht. Aber das war schon seit allen Zeiten so und nicht nur hier.
LG @nnie :gut:

_Cleopatra_

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5

Sonntag, 22. August 2010, 08:31

Ich persönliche denke das die Umsetzung in Ägypten schwierig sein wird weil das Land eben auf die Devisen der Touris angewiesen ist, egal ob Ramadan oder nicht.

Hier in Dubai wissen alle Touristen vor der Ankunft, wie sie sich zu verhalten haben, das alle Restaurants geschlossen sind usw. Also wieso sollten sie sich denn beschweren oder sollten bemitleidet werden?? Take it or leave it - ist hier das Motto, wenn dir hier nicht gefällt dann geh bitte wo anders hin, auf die Touristen braucht hier zum Glück noch keiner Rücksicht nehmen.

Wir fasten übrigens auch in unserem Büro, obwohl wir nur einem Moslem haben, und der Vorschlag kam noch dazu von einem Hindi, also fasten wir jetzt alle vom Frühstück bis zum Erreichen der eigenen Wohnung nach der Arbeit. Man kann es gut aushalten, solange man für Suhor aufsteht (was für mich am Anfang das größte Problem war).

Grüße aus Singapor, wo ich jetzt nicht mehr fasten muss :55:
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Bea

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6

Sonntag, 22. August 2010, 13:43

Also wieso sollten sie sich denn beschweren oder sollten bemitleidet werden?? Take it or leave it - ist hier das Motto, wenn dir hier nicht gefällt dann geh bitte wo anders hin, auf die Touristen braucht hier zum Glück noch keiner Rücksicht nehmen.
Nee, natürlich nicht. Das Akzeptieren anderer Lebensweisen geht ja gar nicht! Die Haltung sollten wir uns hier mal erlauben. Ich erinnere an die Diskussion über die Burkaträgerinnen. Da wird auf einheimische Gefühle keine Rücksicht genommen, sondern Toleranz gefordert. Wer gegen die Burka ist, schnell als Rassist ausgemacht.
Frdl. Gruß Bea

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7

Sonntag, 22. August 2010, 13:47

In Dubai (bzw. in den ganzen VAE) ist es vor dem Fastenbrechen verboten in der Öffentlichkeit zu Essen oder zu Trinken, dies gilt für Touristen, Einheimische und Residence.
Und exakt aus diesem Grunde würde ich mich weder in so einem Land (kurz) aufhalten, geschweige denn meinen Lebensmittelpunkt dort haben. Solche Verbote kann ich als Europäerin, dazu noch Christin, nicht akzeptieren. Ich verbiege mich nicht und lebe nicht gegen meine Grundsätze.

Ich respektiere das Fasten meines Mannes als seine Religionsausübung, er respektiert mein Nichtfasten im Ramadan als meine Religionsausübung. Dieser gegenseitige Respekt MUSS vorhanden sein.

_Cleopatra_

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Sonntag, 22. August 2010, 15:40

Jedes Land hat eigene Gesetze, diese Gesetze kann es frei wählen, ob dies gegen geltende europäische Menschenrecht widerstreben oder nicht. Im Iran muss auch jeder Mann lange Hosen tragen und die Frau eine Abaya, egal ob Christin, Hindu oder Moslem. Die Emirate sind momentan in der Situation nicht auf irgendjemand angewiesen zu sein und die Residence sind zum größten Teil nicht-muslimisch und fühlen sich alle wohl und wählten alle ihr "Schicksal" bewußt. Somit hat jeder das Recht dort zu leben, wo er es als angenehm entfindet.

Falls ihr das alle so ungerecht findet, hoffe ich, dass ihr keine Produkte aus Öl, welches aus der Golfregion gefördert wurde, kauft weil damit unterstützt ihr ja dieses Regime nur. ;8;
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Bea

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9

Sonntag, 22. August 2010, 16:33

Öl wird verkauft, Öl wird gekauft, Öl wird gebraucht.

Öl ist ein Wirtschaftsgut, eine Ware. Öl fordert Toleranz
nicht ein. Wirtschaftsembargos gab es schon zur Genüge und brachten keinen
Erfolg. Außerdem trifft ein Embargo die Falschen.Darüber hinaus wird das westliche Geld gerne genommen. Es scheint nicht haram zu sein. Also wird durchaus andersrum auch ein Schuh draus. Warum wird denn an die Ungläubigen geliefert?

Die Emirate sind momentan in der Situation nicht auf irgendjemand angewiesen zu sein und
Dies kann doch aber nicht ernsthaft ein Argument sein,
Menschenrechte mit Füßen zu treten. Ausgangsthema waren ja die Strafen für Fastenbrecher.Wenn es Residenten und Touristen gibt, die das o.k. finden,
gut. Aber die anderen sollten die religiösen Regelwerke nicht oktroyiert
bekommen.



Somit hat jeder das Recht dort zu leben, wo er es als angenehm entfindet.
So, so! Das Recht hat ein Jeder. Wer also das muslische Recht nicht mitmacht, soll gefälligst nicht kommen, bzw. als Minderheit verschwinden, während dessen islamische Burkaträgerinnen als Minderheit in Europa "Artenschutz" einfordern? Wie ich schon einmal feststellte, kennen Muslime den Begriff Toleranz sehr wohl. Immer im Ausland.....
Frdl. Gruß Bea

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Binbaldda

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Mittwoch, 1. September 2010, 12:08

Hallo, ob Warenboykotte was bringen....??? Ich bin versucht zu sagen: JA, denn ich bilde mir ja immer noch ein, dass "mein" Boykott von südafrikanischen Waren am Ende der Apartheid-Regierung mitgewirkt hat. Öl zu boykottieren ist derzeit aber fast unmöglich.

Ansonsten denke ich, dass wir Demokratien nicht mit Diktaturen vergleichen dürfen. In einer Demokratie darf eben jeder um sein Recht kämpfen und in einer Diktatur können wir uns glücklich schätzen, wenn wir zu den Personen gehören, die auswählen können, ob sie dort leben und/oder arbeiten möchten.

Bezüglich staatlicher Verfolgung von Fastenbrechern im Ramadan, was ja das Thema hier ist, ist mir aufgefallen, dass im Gegensatz zu letztem Jahr noch keine entsprechenden Berichte aus Ägypten vorliegen, zumindest habe ich in den von mir üblicherweise herangezogenen Nachrichtenseiten nichts gefunden. Letztes Jahr gingen einige Vorfälle durch die Presse. Ich hoffe, dass da nicht viel dazukommt..... dem Staat ist wahrscheinlich doch klar geworden, dass sich über Facebook die Zensur eben nicht mehr so einfach durchsetzen lässt.


Hallo Amira,
kannst du mir die Quelle nennen, denn ich finde dieses Vorfall im Internet nicht:

Zitat

In Nagah Hamadi wurde ein Kopte, weil er Brot kaufen wollte, von Muslimen verprügelt und getötet
glg uli

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Beginne nie einen Streit, aber beende jeden...

„Toleranz sollte nur ein vorübergehender Zustand sein,
er muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“

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11

Mittwoch, 1. September 2010, 13:35

Zitat

Zitat
In Nagah Hamadi wurde ein Kopte, weil er Brot kaufen wollte, von Muslimen verprügelt und getötet


Zitat

kannst du mir die Quelle nennen, denn ich finde dieses Vorfall im Internet nicht:



Habe ich aus Ägypten bekommen. Habe auch im Internet gesucht - aber das ist ja auch nicht "so interessant" wenn es nur EINER oder WENIGE Kopten waren. :ironie:

auswanderin

unregistriert

12

Mittwoch, 1. September 2010, 14:03

Ich finde es einfach schlimm das eine Religion Menschen keinen freien Willen lässt. Wenn jemand fastet aus Überzeugung, dann habe ich davor Respekt aber den Menschen das auf zu zwingen finde ich einfach ekelhaft. Es gibt viele Moslems die trotzdem essen und trinken aber es heimlich tun müssen. Noch schlimmer finde ich die Tatsache, das sie zwar das Geld von den Touristen haben wollen aber die sich auch noch an ihre Regeln halten sollen. In Deutschland fordern sie ihre vermeintlichen Rechte ein und scheren sich keinen Deut drum ob es den Deutschen gefällt oder nicht.

Gruß Brigitte

13

Mittwoch, 1. September 2010, 14:57

Noch schlimmer finde ich die Tatsache, das sie zwar das Geld von den Touristen haben wollen aber die sich auch noch an ihre Regeln halten sollen. In Deutschland fordern sie ihre vermeintlichen Rechte ein und scheren sich keinen Deut drum ob es den Deutschen gefällt oder nicht.


Sie fordern und sie klagen "ihre Rechte" ein und wenn was dagegen gesagt wird, wird man in eine bestimmte Ecke gestellt.

Wer hier lebt, arbeitet und sich integriert hat, hat wie alle seine Pflichten und seine Rechte. Wer hier lebt, aber nicht arbeitet, sich nicht in dem "Sche...land" integrieren will, keine Pflichten haben will, Geld kassiert und nur seine "Rechte" will und fordert, der sollte dann mal überlegen, warum er eigentlich in dieses Land gekommen ist, denn gezwungen wurde doch keiner.

Wir haben viele Bekannte, die hier vollkommen integriert sind und selbst auf ihre "Landsleute" schimpfen und die immer wieder sagen, "sollen sie zurück, nur dort will sie keiner, weil sie dumm sind und hier ist es ein Schlaraffenland für sie".

Wir hier sagen oft, die Beznesser in HRG sind schlimm und sie werden "angelernt/geschult" - ich habe oft im Büro feststellen und hören müssen, dass sie unsere Gesetze besser kennen als wir und sie informieren sich immer alle gegenseitig - durch die Größe der Clan`s hier geht es sehr schnell.

Wobei ich ihnen, außer moralisch, keinen Vorwurf machen kann, denn sie nutzen nur unsere Gesetze, jeden Schlupfwinkel aus. Das sind dann Beznesser hier, bis bei uns mal Gesetze geändert werden.

Binbaldda

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Mittwoch, 1. September 2010, 15:44

Zitat

Habe ich aus Ägypten bekommen. Habe auch im Internet gesucht - aber das ist ja auch nicht "so interessant" wenn es nur EINER oder WENIGE Kopten waren.


Jeder Tote ist einer zuviel (keine Ironie)

Mich hatte es nur gewundert, dass ich nichts darüber fand, auch in englischsprachigen, ägyptischen Zeitungen... denn es kamm mir eigenartig vor, denn für die nächtliche Iftar-"Völlerei" kaufen ja ALLE Brot.

Gegen jemanden, der alle Gesetze für sich ausnützt, habe ich nichts, ich habe allerdings etwas gegen diejenigen, die die Gesetze nicht achten und das Sozialsystem missbrauchen, egal welche nationalen Wurzeln sie ursprünglich haben..

Dennoch bleibt meine Frage zum Thema, hat jemand dieses Jahr schon von staatlichen Aktionen gegen Fastenbrecher gehört, denn letztes Jahr war es ja ganz krass.
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15

Mittwoch, 1. September 2010, 16:04

Jeder Tote ist einer zuviel (keine Ironie)


Das wäre auch traurig, wenn man dieses als Ironie bezeichnen würde.

Mir geht es um jeden Menschen. egal welcher Nation oder Hautfarbe. Keiner hat ein Recht, einen anderen Menschen zu töten und auch nicht wegen einer Religion, auch wenn gemeint wird, "seine Religion" sei die einzig wahre und man habe sich danach zu richten.

Auch wenn es nicht in der Zeitung, Internet zu finden ist, wird es schon stimmen, denn in dieser Hinsicht habe ich zuverlässige Quellen.

Binbaldda

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16

Mittwoch, 1. September 2010, 16:55

Jeder Tote ist einer zuviel (keine Ironie)


Das wäre auch traurig, wenn man dieses als Ironie bezeichnen würde.

Mir geht es um jeden Menschen. egal welcher Nation oder Hautfarbe. Keiner hat ein Recht, einen anderen Menschen zu töten und auch nicht wegen einer Religion, auch wenn gemeint wird, "seine Religion" sei die einzig wahre und man habe sich danach zu richten.

Auch wenn es nicht in der Zeitung, Internet zu finden ist, wird es schon stimmen, denn in dieser Hinsicht habe ich zuverlässige Quellen.


Hallo Amira, das mit "keine Ironie" habe ich natürlich nur dazugeschrieben, weil ich dein ironisches Statement kommentiert hatte.

Ich denke wir sind uns ALLE einig, dass es absolut unsinnig, unverständlich und nicht tragbar ist, einen Menschen wegen seiner Religion oder Nationalität zu diskriminieren, zu verletzen oder sogar zu töten.

Wenn die Quelle zuverlässig ist, dann ist es schlimm, falls es sich um eine Mund-zu-Mund-Legende handeln sollte, ist es ebenso bedenklich, denn es würde die Angst und Unsicherheit der Bewohner widerspiegeln.

Ich finde die religiöse Vorschrift des Ramadan, wenn man den Sinn dahinter sich überlegt, gut und als besinnliche Zeit zum Innehalten sehr schön, obwohl ich kein Moslem bin. Den gesellschaftlichen Druck, der sich in der Zwischenzeit dahinter nicht nur gegenüber Andersgläubigen, sondern auch gegenüber anderen Muslimen entwickelt, finde ich unangebracht, um hierfür ein sanftes Wort zu verwenden. Man braucht sich dann nicht wundern, dass der junge pakistanische Kellner, den ich letztes Jahr fragte, ob er Ramadan macht, antwortete: "Nein, ich bin doch jetzt frei, seit ich in Spanien und nicht mehr in Pakistan lebe."
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Mittwoch, 1. September 2010, 18:09

Wie ich schon einmal feststellte, kennen Muslime den Begriff Toleranz sehr wohl. Immer im Ausland.....
Diesen Satz korrigiere ich der Korrektheit wegen in : ....kennen verschiedene (nicht alle) Muslime.......

Zitat Binbaldda:
"JA, denn ich bilde mir ja immer noch ein, dass "mein" Boykott von südafrikanischen Waren am Ende der Apartheid-Regierung mitgewirkt hat."

Das geht uns Menschen manchmal so, dass der Wunsch der Vater des Gedankens ist. Zwar drohten Wirtschaftskonzerne sich aus Südafrika zurückzuziehen, jedoch bewirkten die Massenaufstände dann tatsächlich das Ende der Apartheid. Die Lage wurde unkontrollierbar. Nicht verwunderlich, denn die Weißen machen nur 18% der Bevölkerung aus.
Unrechtssysteme lassen sich durch Boykotts nicht in die Knie zwingen. Da lassen sie eher die Bevölkerung verhungern.

Ansonsten denke ich, dass wir Demokratien nicht mit Diktaturen vergleichen dürfen. In einer Demokratie darf eben jeder um sein Recht kämpfen und in einer Diktatur können wir uns glücklich schätzen, wenn wir zu den Personen gehören, die auswählen können, ob sie dort leben und/oder arbeiten möchten.
Selbstverständlich sind Diktatur/Demokratie was Freiheiten angeht nicht miteinander vergleichbar. Aber es gibt unter Muslimen welche, die den diktatorischen Strukturen freundlich gegenüber stehen, auch in unserem Land. Diejenigen sind es, die für sich alles fordern, was sie anderen verweigern möchten. Damit gehen sie nicht nur mir, sondern auch der mehrheitlich friedfertigen Muslime im Land auf die Nerven.
Frdl. Gruß Bea

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Mittwoch, 1. September 2010, 18:28

Ich finde die religiöse Vorschrift des Ramadan, wenn man den Sinn dahinter sich überlegt, gut und als besinnliche Zeit zum Innehalten sehr schön


Ja, ich finde unser Weihnachten auch sehr schön, wenn man den Sinn dahinter sieht und es nicht so in einen Kaufrausch ausartet.

Beim Ramadan artet es in einen Kaufrausch an Lebensmittel aus, wie man hört und liest, wird anschliessend vieles weggeworfen anstatt es evtl. dem Nachbarn zu geben, Ramdan macht die Menschen krank, viele haben es mit den Nieren, viele müssen anschließend zum Arzt, Ramdan macht auch sehr viele aggressiv, aber eigentlich sollen sie ja dann besonders nett und freundlich sein. Aber bei vielen ist es das Gegenteil.


Zitat

Wenn die Quelle zuverlässig ist, dann ist es schlimm, falls es sich um eine Mund-zu-Mund-Legende handeln sollte, ist es ebenso bedenklich, denn es würde die Angst und Unsicherheit der Bewohner widerspiegeln


Die Quelle ist zuverlässig, weil selbst gesehen, aber Angst und Unsicherheit der Bewohner ist gerade deswegen vorhanden. Denn jederzeit kann es ihnen ja wieder passieren - denn es ist ja manchmal einfach nur willkürlich.