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Anck-Su-Namun

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Donnerstag, 7. April 2016, 19:41

Tschau, Tschüss & Aufwiedersehen Sekhemka

Nach einem Jahr voller Unklarheiten wurde im April nun das temporäre Export-Verbot für die 4500 Jahre alte Statue von "Sekhemka" aufgehoben, welche 2014 für 15,76 Mio. Sterling Pfund an einen anonymen Millionär aus Katar verkauf wurde durch eine Auktion im Britischen Museum von Nothampton.

Die bemalte Kalkstein Statue eines royalen Schreibern welche die Grabstatue eines hohen Offiziellen war. Die 75cm grosse Figur trägt einen Shendyt Rock und Perücke und hält einen teilweise entrollten Papyrus über seinem Knie, auf welchen eine Liste mit Opfergaben festgehalten sind. Seine Frau Sit-Merit kniet an seinen Füssen.

Das aufgehobene Exportverbot signalisiert die Niederlage der ägyptischen Regierung, Historiker und der internationalen Gemeinschaft zu verhindern, dass das Artefakt von britische und katarische Hände wandert.

"Es ist eine Schande das die Statue das Vereinige Königreich verlässt und wahrscheinlich nie wieder von der britischen Bevölkerung gesehen wird" so Sharon Heal, Direktor der British Museums Association (MA).

Der Verkauf sei "unethisch" und das der Northampton Borough Council (NBC) viele Personen enttäuscht hat als sie diese wichtige Statue verkauft haben, wegen kurzzeitiger Geldeinnahme. Die NBC soll in der Zukunft ausgeschlossen werden Finanzmittel zu sammeln, auf Grund ihrer Aktionen.
Die MA hat die Mitgliedsschaft des NBC im Verband suspendiert für ein Minimum von 5 Jahren, weil der Grundsatz der Auktion ein "klarer Verstoss gegen das öffentliche Vertrauen" ist.

Die Versuche des Museums die Statue zu verkaufen begannen 2012, als der Versuch sie zu verkaufen in einer Welle von Wut im Vereinten Königreich resultierte, wodurch der Verkaufsversuch gestoppt wurde.

2014 jedoch versuchte das Museum eine erneute Auktion und lies sich nicht davon abbringen, um damit Gelder für die Erweiterung des Museums zu sammeln. Während Millionär aus Katar für 15,76 Mio. Sterling Pfund verkauft.

Es gibt mehrere Geschichten wie die Statue aus Ägypten raus kam und es gibt immernoch Fragen über die Legalität. Laut einer Geschichte, Sekhemka wurde 1849 ausser Landes gebracht und vom Marquess von Northampton gekauft. Der Sohn des Maquess' schenkte sie später dem Museum von Northampton.

Das ägyptische Antikenministerium sagte das die Statue 1866 offiziell das Land verlassen hat, jedoch gibt es keinen schriftlichen Beweis das es eine Organisation gab die Antiquitäten zu dieser Zeit beschützte. Tatsächlich macht es den Eindruck das der Handel von Artefakten legal war und üblich um diese Zeit.

Die Vereinbarung der UNESCO welche den Import, Export und Transfer von Kulturgütern verhindert wurde 1970 festgehalten und can nicht angewendet werden um davorliegende Streitigkeiten zu schlichten.

Ein Plan um Sekhemka zu retten wurde zwischen Ägypten und Britannien ausgebarbeitet. Der bekannte Archäologe Robert Moore startete eine Petition auf Facebook gennant "save Sekhemka Action Group" um den Verkauf der Statue zu stoppen. Auch wurde unzählige Klagen gegen das Museum eingereicht.


“The UNESCO agreement which prohibits the importation, exportation and transfer of cultural properties was set down in 1970 and can neither be applied retroactively, nor to settle past disputes,” the EMA said.

In der Zwischenzeit organisierte die Regierung in Ägypten eine Spendenkampagne um entweder 15,8 Mio. Sterling Pfund aufzubringen um die Statue zurück zu holen oder einen Kunden zu finden der die Statue dem Millionär aus Katar abkauft.

Bei einer Pressekonferenz in Los Angeles erklärte ex Antikenminister Zahi Hawass das der Verkauf ein Verbrechen sei und verlangte Sanktionen gegen Davig Kennedy, den Chef des Britischen Museum. Er rief die ägyptische Regierung auf den Verkauf zu verhindern, zudem rief er Intellektuelle der internationalen Gemeinschaft auf ein Dokument zu
unterzeichnen was den Verkauft verbietet.

Wegen dem öffentlichen Druck hat das britische Kulturministerium einen temporären Exportbann erlassen bis July 2015 und hat diesen später verschiben auf 29. März 2016.

Ohne Angebot oder Geld kam der Stichtag und die Statue ist auf dem Weg zu seinem neuen Besitzer. Wir werden sie so schnell nicht wiedersehen und es wird schwierig werden sie zu sehen, das sie an eine Privatperson ging und nicht in ein Musem in Katar. Wir versuchen eine TV Kampagne zu starten und ägyptische Geschäftleute aufrufen die Statue zurückzubringen.

Die Debatte um Sekhemka sollte auch die Jugend in ägypten inspirieren besser auf ihre Kultur und Antiquitäten aufzupassen. Die ägyptische Regierung sollte Kampagnen unter den Jugendlichen und Wächtern der Antiken Stätte starten, damit sie sich bewusst sind unter welchen Reichtümer sie leben. Wenn die kommenden Generationen sich dessen nicht bewusst sind, dann werden weiterhin Statuen verkauft werden und historische Stätte geplündert werden. Wenn es weiter geht haben zukünftige Generationen nichts mehr worauf sie stolz sein können.


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